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Weniger Müll und Lärm im Partyviertel Alt-Sachsenhausen

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Von: Sebastian Theuner

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Im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen ist am Wochenende immer viel los.
Im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen ist am Wochenende immer viel los. © Oeser

Im Stadtteil Sachsenhausen in Frankfurt ist am Wochenende regelmäßig viel los. Jetzt wird ein Aktionsplan für das Ausgehviertel gefordert.

Sachsenhausen – Am Wochenende ist im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen viel los. Die Feierei sorgt verstärkt für Probleme. Vor allem Lärm und Müll machen den Anwohnerinnen und Anwohnern zu schaffen. CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat fordern von der Stadt einen Aktionsplan.

Die Bilder an den Wochenenden gleichen sich: Feiernde Menschen ziehen durch die Gassen von Alt-Sachsenhausen, trinken Alkohol und machen häufig lautstark auf sich aufmerksam. Anwohner:innen sind daran gewöhnt. Doch in den vergangenen Jahren sorgt die nächtliche Feierei verstärkt für Probleme: Gegenüber dem Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) berichten Bürger:innen von Fäkalien und Müll in ihren Hauseingängen sowie auf der Straße. Der Lärmpegel steige immer häufiger über ein erträgliches Maß.

Frankfurt: Es wird ein Aktionsplan für das Ausgehviertel gefordert

Teile des Stadtteilgremiums fordern deshalb nun einen Aktionsplan für das Ausgehviertel. In einem entsprechenden Antrag formulieren die Fraktionen von CDU, SPD und FDP das Ziel, „ein friedliches soziales Miteinander und einen Ausgleich der vielfältigen Nutzungen in Alt-Sachsenhausen langfristig sicherzustellen.“

Die Vorlage steht auf der Tagesordnung der Gremiumssitzung am kommenden Freitag. Der Aktionsplan müsse unter anderem unangekündigte, konzentrierte Aktionen in Kooperation von Stadtpolizei und Landespolizei umfassen, heißt es in dem Antrag. Zudem befürworten die Fraktionen, dass die Verwarngelder für das achtlose Wegwerfen von Müll und das Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit erhöht werden.

Frankfurt-Sachsenhausen: Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren „zusehends verschlechtert“

Zur Begründung schreiben die Antragstellenden, dass sich die Situation für Anwohnende und Gewerbetreibende in den vergangenen Jahren „zusehends verschlechtert“ habe. „Alt-Sax gilt vielen Sachsenhäusern und Frankfurtern zunehmend als Problemviertel“; die Lebens- und Aufenthaltsqualität habe nachgelassen. Ohne ein planvolles Vorgehen könne eine langfristige Lösung der Probleme nicht erreicht werden.

Dazu soll auch ein umfassendes Bild über die Ursachen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in Alt-Sachsenhausen im aktuellen sowie im vergangenen Jahr beitragen. In einem weiteren Antrag fragen CDU, SPD und FDP den Magistrat unter anderem danach, wie viele Vorfälle in diesem Zeitraum registriert wurden.

Der Ortsbeirat 5

Die nächste Tagung findet am Freitag, 4. November, 19 Uhr, im Saalbau Südbahnhof, Hedderichstraße 51, Albert Mangelsdorff-Saal statt (Zugang nur mit medizinischer Gesichtsmaske).

Zudem wünschen sie Auskunft etwa über die Aufklärungsquote sowie die Wohnorte und die Altersstruktur des Partyvolkes. Auch soll die Stadt offenlegen, auf welche Weise in der Vergangenheit versucht wurde, Straftaten zu verhindern. (Sebastian Theuner)

Zuletzt wurde in Frankfurt-Sachsenhausen politisch um die Binding-Brauerei gekämpft.

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