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Reinhard Klapproth und Cornelia Zippel messen aus.
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Reinhard Klapproth und Cornelia Zippel messen aus.

Textorstraße in Frankfurt

Zu wenig Platz

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Stadt Frankfurt will für 4,9 Millionen Euro die Textorstraße modernisieren. Radfahrer und Fußgänger kritisieren die Pläne allerdings.

Die Stadt möchte die Textorstraße ausbauen. Im Fokus steht der Abschnitt zwischen Brückenstraße und Darmstädter Landstraße. Die Planer wollen Gleise erneuern, dem Radverkehr eine Ost-West-Route durch Sachsenhausen schaffen und die Tramhaltestellen „Brückenstraße/Textorstraße“ und „Lokalbahnhof/Textorstraße“ barrierefrei umbauen. Auch den Knoten Heister-/Siemensstraße wollen sie angehen.

Eigentlich gute Nachrichten. Der Ortsbeirat 5 hat die Pläne in seiner jüngsten Sitzung aber einstimmig abgelehnt. Die Grünen bemängeln, dass die Bedürfnisse des Radverkehrs unzureichend berücksichtigt seien. 4,9 Millionen Euro will die Stadt investieren, „3,3 Millionen Euro stammen aus Etats für den Radverkehr“, sagt Reinhard Klapproth. Ganz schön viel Geld – dafür, dass die Radler zwei Schutzstreifen auf die Straße bekommen, keineswegs ordentliche Radwege.

Klapproth und Fraktionskollegin Cornelia Zippel, auch stellvertretende Ortsvorsteherin, haben gestern eigens auf die Straße gebeten, um die Pläne mit Zollstock und Kreide zu visualisieren.

Auf der Nordseite, also der mit den Apfelweinlokalen, blieben Fußgängern nur 1,6 Meter, so die Grünen. „Das ist ein stark frequentierter Gehweg“, sagt Zippel. Gerne laufen dort auch Touristen – zu den Apfelweinlokalen. Der Gehweg ist heute schon bedrängt von parkenden Wagen. Aber es bleiben 2,05 Meter für die Fußgänger, misst Klapproth.

Den Radlern ergeht es nach städtischer Planung nicht besser. Sie erhalten auf der Nordseite der Fahrbahn einen Schutzstreifen von 1,25 Metern. „Zu wenig“, sagt Klapproth. Auf der Südseite sind es wenigstens 1,60 Meter Schutzstreifen. „Das würden wir noch zähneknirschend akzeptieren.“

Tempo 30 wäre Lösung

Die Stadt sollte lieber Tempo 30 auf der Textorstraße einführen, schlagen die Grünen vor. Damit wären die Schutzstreifen entbehrlich und die Gehwege könnten so breit bleiben wie bisher. Die Stadt könnte die Radwegeverbindung auch über die Gutzkow- und die Willemerstraße führen, so die Grünen. Da sollte dann auch das Geld aus dem Radwege-Etat einfließen. Oder die Stadt wandelt die Parkplätze an der Textor um. Sie könnten nicht mehr senkrecht zum Fußgängerweg angeordnet sein, sondern längs. Damit würden allerdings Stellplätze wegfallen.

Der Ortsbeirat hat sich für August Vertreter der Stadt eingeladen, die die Pläne vorstellen. Klapproth fürchtet aber, dass die Stadtverordneten die Pläne bereits vor der Sommerpause beschließen könnten. „Wir alle im Ortsbeirat müssen auf unsere Parteifreunde einwirken“, sagt er. Und hoffen, dass die Stadtverordneten ein Einsehen haben.

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