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Christof Gans (57) freut sich auf die neue Aufgabe als Leiter der Carl-Schurz-Schule. Foto: Faust
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Christof Gans (57) freut sich auf die neue Aufgabe als Leiter der Carl-Schurz-Schule.

Sachsenhausen

Von der Orgel zum Lehrerpult

Der Organist der Deutschordenskirche, Christof Gans, leitet künftig die Geschicke der Carl-Schurz-Schule in Sachsenhausen. Gans war früher Rektor der Schule am Ried in Bergen-Enkheim.

Allem Anfang wohnt ein Zauber inne – so auch einem neuen Schuljahr – und besonders dem kommenden, in dem hoffentlich vieles wieder so wird wie früher, bevor die Pandemie alles auf den Kopf stellte. Und so freut sich auch Christof Gans auf seine Aufgabe als neuer Schulleiter der Carl-Schurz-Schule, die der 57-Jährige zu diesem hoffnungsvollen Zeitpunkt antritt. Am gestrigen Montag konnten die Schülerinnen und Schüler ihren neuen Direktor kennenlernen.

Gans löst den langjährigen Rektor Hans-Ulrich Wyneken ab, der seit den 90ern Schulleiter war und im Januar in Ruhestand ging. Gans ist von der Schule am Ried, einer kooperativen Gesamtschule in Bergen-Enkheim, die er sechs Jahre lang leitete, an das Sachsenhäuser Gymnasium gewechselt. Nicht ohne Grund hat es ihn dorthin gezogen. „Die Carl-Schurz-Schule ist in Frankfurt eine sehr gute Adresse, das erste Haus am Platz.“

Der Wechsel von der Schule am Ried in der Barbarossastraße sei ihm nicht leicht gefallen, doch die Herausforderung habe ihn gelockt. Die Carl-Schurz-Schule in der Holbeinstraße ist eines von drei Gymnasien Frankfurts, das G8 stets angeboten und ohne Probleme im Zeitplan untergebracht hat, zu leiten. „Die Schüler akzeptieren G8 und sind alle gut durchgekommen.“ An der Carl-Schurz-Schule gibt es keine 45-Minuten-Schulstunden, es wird stets 65 Minuten am Stück Unterricht gemacht. Die Schülerinnen und Schüler haben auch am Nachmittag Einheiten, sind aber grundsätzlich um 14.40 Uhr zu Hause und hatten zwischendurch ein Mittagessen in der Schulmensa. Rund 1000 Schülerinnen und Schüler werden vierzügig in Klassen mit bis zu 30 Kindern von 90 Lehrkräften unterrichtet.

Gans ist beeindruckt davon, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt mit viel Eigenantrieb von den Carl-Schurz-Schülerinnen und -schülern selbst verfolgt wird. „Die Schüler spüren eine soziale Verantwortung. Die AGs gegen Rassismus oder für Nachhaltigkeit werden vom Engagement der Schüler selbst getragen, das ist großartig“. Nicht zuletzt das große Interesse an Musik sei ein Markenzeichen der Schule – die verschiedenen Orchester und die Gesangsklassen seien bestens besucht. Ganz freiwillig.

Bislang habe er die Atmosphäre an der Schule als sehr angenehm empfunden. „Ich habe das Gefühl, die Schüler und Lehrer kommen gerne hierher.“ Und auch die Elternschaft sei sehr aktiv. Jede Schule habe ihren eigenen Spirit, so Gans: „Den möchte ich fördern und die bestmöglichen Rahmenbedingungen dafür schaffen.“

Das musikalische Angebot begeistert Christof Gans sehr, denn er ist selbst leidenschaftlicher Organist. So spielt er regelmäßig auf der Orgel in der Deutschordenskirche in Sachsenhausen. Schul-Konzerte und auch Aufführungen in Darstellendem Spiel hält er für sehr wichtig und bereichernd für die Schulgemeinde.

„Ein Musical, das wäre auch etwas Tolles.“ Die große Aula in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Holbeinstraße biete sich bestens dafür an, „gerade jetzt, wo die Kultur so darbt, wäre es großartig, so etwas anzustoßen“, sagt Gans. Überhaupt freue er sich über die Nähe zu Frankfurts wichtigen Kulturinstitutionen im südlichen Stadtteil, den Museen und, nicht weit über den Main, Oper und Schauspiel.

Nicht zuletzt die internationalen Kontakte will Gans nach der Corona-Zeit wieder aufleben lassen. Die Austauschprogramme nach Toronto, Lyon und Niort sollen nach Möglichkeit wieder anlaufen.

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