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So sah es zu Beginn der Bauarbeiten an der Mühlbergschule aus. Beendet sind sie immer noch nicht. Bild: Monika Müller

Sachsenhausen

Umzug der Mühlbergschule in Frankfurt verzögert sich

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Schon mehrfach sollte der Umbau der Sachsenhäuser Mühlbergschule fertig sein. Jetzt wird es auch nichts mit dem Umzug in den Winterferien - die Schüler müssen bis Ostern warten.

Eltern der Mühlbergschule in Sachsenhausen sind besorgt. Sie fürchten, dass sich die Sanierung des Schulgebäudes am Lettigkautweg noch weiter hinzieht. Derzeit ist die Schule in einer Containeranlage am Länderweg untergebracht. Mehrfach wurde der Umzugstermin bereits verschoben, nun sollte es in den Winterferien soweit sein. Doch dieser Termin erscheint den Eltern „angesichts des tatsächlichen Zustands der Baustelle als Utopie“, schreiben sie in einem offenen Brief an Baudezernent Jan Schneider (CDU). Noch dazu sei ihnen zugetragen worden, dass das Gebäude erst Ende 2021 fertig werden könne.

Für den Schulelternbeirat ist die Situation „empörend und unerträglich“, heißt es in einer Mittelung. Seit 2017 ist die Grundschule bereits ausgelagert. Die Containeranlage sei von Anfang an für eine Grundschule ungeeignet gewesen, sagt der Schulelternbeirat. Die Länge des Schulwegs habe sich verdoppelt, es gebe Lärm und Gestank durch Eisenbahn- und Autoverkehr, eine Sporthalle sei nicht vorhanden. Und in der Pandemie sei es für die Eltern erst recht „unverantwortlich, die Kinder in der Containeranlage zu belassen“. Die Waschbecken seien für Kinder zu hoch montiert, befänden sich nur auf dem Flur und Stoßlüften sei wegen des Verkehrslärms nicht machbar.

Der Umzug 2017 „fand in der Annahme statt, dass der Umbau binnen zwei Jahren abgeschlossen sein würde“, so der Schulelternbeirat. Diese Annahme habe es für die Schulgemeinde leichter gemacht, die ungeeigneten Bedingungen zu akzeptieren. Doch dann verschob sich die Fertigstellung immer wieder. Zuletzt hieß es Winterferien 2020. Und nun gibt es Unsicherheit bei den Eltern, ob auch das klappen wird. Doch „eine Kontaktaufnahme mit den Bauverantwortlichen des Amts für Bau und Immobilien war der Schule nahezu nicht möglich“, schreiben die Eltern. Und mehrere Termine zu einer gemeinsamen Baubegehung seien kurzfristig abgesagt worden. „Es verfestigt sich der Eindruck, dass den Verantwortlichen in der Stadt die unerträgliche Situation in der Containeranlage nicht klar oder gleichgültig ist.“

Von „etlichen Problemen auf der Baustelle“ während der vergangenen Jahre berichtet Günter Murr, Sprecher von Baudezernent Jan Schneider (CDU) auf Anfrage.

Und die Probleme reißen nicht ab. Es habe in den vergangenen Monaten wegen Corona Verzögerungen bei Materiallieferungen gegeben. Deswegen hätten Arbeiten nicht fristgerecht begonnen und abgeschlossen werden können.

Allerdings werde das Gebäude nicht erst Ende kommenden Jahres fertig. „Das muss ein Missverständnis sein“, sagt Murr. Aber: Der Umzugstermin in den Winterferien lasse sich tatsächlich nicht halten. „Das tut uns leid, das war anders geplant“, so der Dezernatssprecher. Nun sollen die Schülerinnen und Schüler in den Osterferien umziehen.

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