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Tausend Kleinigkeiten bis zum Umzug der Mühlbergschule

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Von: Boris Schlepper

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Seit Jahren ist die Mühlbergschule an den Länderweg unweit der lauten Bahngleise ausgelagert.
Seit Jahren ist die Mühlbergschule an den Länderweg unweit der lauten Bahngleise ausgelagert. © ROLF OESER

Die Sachsenhäuser Grundschule kann frühestens in den Sommerferien zurück an den alten Standort am Lettigkautweg. Auch in der Containeranlage am Länderweg gibt es Probleme, etwa mit der Heizung und der Internetverbindung.

Viele Eltern der Mühlbergschule sind enttäuscht. Zum wiederholten Male hat die Stadt ein Ende der Arbeiten am denkmalgeschützten Schulhaus und am Neubau am Lettigkautweg verschoben. Zuletzt hieß es, der Umzug von der Containeranlage am Länderweg, wo die Grundschule seit mehr als vier Jahren ausgelagert ist, werde in den bevorstehenden Osterferien stattfinden. Jetzt geht Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) davon aus, dass sich Kinder und Lehrkräfte noch bis zum kommenden Schuljahr gedulden müssen.

„Zu unserem großen Bedauern hat sich der Umzug erneut verschoben“, sagt Markus Radermacher vom Dezernat auf Anfrage. Ursachen seien „Verzögerungen im Bauablauf, die leider auch kleinere Arbeiten betreffen“ und etwa durch Lieferschwierigkeiten und Personalausfälle verursacht sein könnten. „Wir sind aber sehr zuversichtlich und arbeiten mit Nachdruck daran, den Umzugstermin zu den Sommerferien einhalten zu können.“ Die Außenanlagen sowie das Gebäude würden in den nächsten Monaten fertiggestellt, teilt Stadträtin Weber mit. „Das Amt für Bau und Immobilien, das Grünflächen- und das Stadtschulamt arbeiten gemeinsam an der Realisierung dieses Zieles.“

Die Liste der Arbeiten, die auf dem Gelände am Lettigkautweg noch erledigt werden müssen, sei lang, sagt Leonie Kling von der Elterninitiative der Mühlbergschule. „Aus unserer Sicht sind es noch tausend Kleinigkeiten“, die anstünden. „Da fragt man sich, wann die alle abgearbeitet werden können.“ Mitunter seien Arbeiten nur angefangen worden. Ein Fliesenlegerbetrieb etwa habe vor rund zwei Monaten einfach aufgehört, seitdem liege das Material verwaist herum. An Fenstern fehlten Griffe, weshalb viele offenstünden. Dadurch hätten inzwischen Tauben das Schulhaus bezogen. In mindestens zwei Klassenzimmern seien die Böden bereits völlig verschmutzt und müssten voraussichtlich neu abgeschliffen werden.

Die Kommunikation mit der Stadt indes sei gut, sagt Kling. Bei allen Begehungen der Baustelle, zu der die Eltern eingeladen sind, nehme ein Vertreter des Bildungsdezernats teil. Diesem attestiert die Mutter ein großes Engagement. „Probleme gibt es eher bei der Umsetzung.“ So sei selten einer der Bauleiter zugegen. Die Eltern wüssten nicht, wo sie noch Druck machen könnten. „Wir verstehen nicht, warum niemand in die Pflicht genommen werden kann.“

Die Fachleute der Initiative gehen davon aus, dass die Bauarbeiten am Lettigkautweg schon längst abgeschlossen sein könnten, „wenn kontinuierlich gearbeitet würde“, sagt Leonie Kling, „das ist aus unserer Sicht seiz anderthalb Jahren das Problem.“ Die Eltern befürchten jetzt, dass auch der Termin im Sommer gerissen wird. Dabei werde der neue erste Jahrgang dann mit fünf Klassen größer, „die können nicht alle in den Containern unterkommen“.

Ursprünglich sollten die Kinder nur bis 2019 in der Anlage am Länderweg unterrichtet werden. Auch dort seien nicht alle Probleme behoben, die die Eltern angemahnt haben, berichtet Kling. So müssten etwa Toiletten in Stand gesetzt werden, nicht alle Klassenräume seien ausreichend gedämmt und mitunter funktionierten Heizungen nicht. Auch das WLAN könne nicht richtig genutzt werden.

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