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Seit Mai wird an der neuen Rampe, Höhe Uni-Klinik, gearbeitet.
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Seit Mai wird an der neuen Rampe, Höhe Uni-Klinik, gearbeitet.

Sachsenhausen

Stufenlos auf die Main-Neckar-Brücke

Die Arbeiten an der neuen Rampe, die ab Ende Dezember stufenlos Fußgänger:innen und Radfahrer:innen auf die Main-Necker-Brücke führt, schreiten voran.

Ich bin so froh, wenn ich darauf künftig verzichten kann“, sagt die junge Frau. Sie steht am Fuße des Treppenturms der Main-Necker-Brücke, auf der Sachsenhäuser Seite, atmet tief durch, hebt ihr Fahrrad ein paar Zentimeter an und setzt die Reifen in die schmale Schiene, die neben den Stufen empor läuft. So wie jeden Tag. „Ich bin so froh, wenn die Rampe endlich fertig ist“, sagt sie und blickt sehnsüchtig auf die gegenüberliegende Straßenseite.

Dorthin, wo man der neuen Rampe, die ab Ende Dezember stufenlos Fußgänger:innen und Radfahrer:innen auf die Main-Neckar-Brücke führt, quasi beim Wachsen zusehen kann. Jeden Tag wird sie ein Stück länger: 118 Meter lang und 3,50 Meter breit soll sie werden. Und dafür sorgen, dass Radfahrer:innen, Rollstuhlfahrer:innen und Eltern mit Kinderwagen auf die für sie teils unüberwindbaren Treppenstufen verzichten können. Wenn sie wollen. Denn Radfahrer:innen, die die Brücke jeden Tag auf ihrem Weg zur Arbeit im Westend überqueren, werden auch weiterhin ihr Rad auf den Schienen hinaufschieben. „Ich komme aus Niederrad, für mich würde die Rampe einen Umweg bedeuten“, sagt einer. „Erst zum Klinikum, dort über die Ampel, dann über die Rampe zurück“, erklärt er. Deswegen werde er auch künftig die Treppen nutzen, vom rund 240 Meter langen Umweg abgesehen sei die Rampe aber sicher „eine deutliche Erleichterung für die meisten Nutzer der Brücke“.

Rund 1,3 Millionen Euro kostet der Bau der neuen Rampe zu der Brücke, die Sachsenhausen mit dem Westhafen verbindet und zudem Teil der städtischen Fahrradroute zwischen Bockenheim und Niederrad ist. Rund die Hälfte der Baukosten übernimmt das Land Hessen. Mitte Mai wurde mit den Arbeiten begonnen, Ende Dezember sollen sie nach Auskunft des Amts für Straßenbau und Erschließung beendet sein. Ein konkretes Datum gibt es noch nicht. Der anthrazitfarbene Korpus wurde in Werken hergestellt, stückweise angeliefert und vor Ort montiert.

Für die Nutzer:innen der Main-Neckar-Brücke hat sich seit Beginn der Arbeiten nichts geändert. Das bleibt auch so. Der Treppenturm steht weiter zur Verfügung, der Fuß- und Radweg zwischen der Zufahrt zum Uni-Klinikum und der Brücke bleibt gesperrt. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen müssen derweil auf den ufernahen Weg nördlich des Theodor-Stern-Kais ausweichen. Um unkompliziert die Seiten wechseln zu können, gibt es für die Querung der Straße eine Ampel.

Dass die Rampe auf der Seite des Uni-Klinikums und nicht des Mains gebaut wurde, wo deutlich mehr Radler unterwegs sind, hat mit Platz- und Kostengründen zu tun. Zwar hat die Stadt auch diese Variante geprüft, doch ein Stahlbetonbau hätte nicht nur in die Böschung eingegriffen, sondern zugleich mehr als zwei Millionen Euro gekostet.

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