Vision des Mainkais.  
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Verkehr

Sperrung des Mainkais: Verkehrsversuch verlängern

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Die Sperrung des Mainkais wird Thema der Ortsbeiratssitzung am Dienstag. Streit gibt es auch um das Prozedere.

Die Sperrung des nördlichen Mainkais beschäftigt die Parteien im Ortsbeirat 1 weiter. Die SPD fordert, den Verkehrsversuch bis Ende Juni 2021 zu verlängern. Es wäre zynisch, wenn die Verkehrswende nun daran scheitere, dass wenige Tage vor den repräsentativen Verkehrszählungen im März der Verkehr wegen des Corona-Shutdowns zum Erliegen gekommen ist, schreiben die Sozialdemokraten in einem Antrag.

Der Verkehrsversuch eines autofreien Mainkais habe sich inzwischen zu einem Erfolg entwickelt, so die Partei. Man könne sehen, wie sich die Menschen die Uferpromenade Stück für Stück zurückerobern. Und: „Jeden Tag werden weitere Ideen entwickelt und umgesetzt, um den Mainkai attraktiver zu machen.“

Die Grünen fordern, dass der Verkehrsversuch für Fußgänger und Radfahrer mit allen vorgesehenen Zählungen und Auswertungen korrekt zu Ende geführt wird. „Dies kann nur durch eine Fortsetzung des Versuchs nach dem coronabedingtem Shutdown ermöglicht werden, bis belastbare Zahlen erhoben werden können.“

Sitzung am Dienstag

Der Ortsbeirat tagt am Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr, im Plenarsaal des Römers, Besuchereingang Römerberg 23, begrenzte Platzkapazität, Besucher sollten Mund-Nasen-Schutz tragen.

Ebenso müsse ein Verkehrskonzept erstellt werden, das auch die Berliner Straße mit einbezieht und so Barrieren und Umweltbelastung durch den Autoverkehr verringere oder gleich ganz aufhebe und die Innenstadt für alle wesentlich attraktiver mache.

In der kommenden Sitzung wird zudem das Planungsbüro „Drei Eins – Stadt Freiraum Architektur“ seine Zukunftsvision des Mainkais mit einer Verkehrsberuhigung, Aufwertung und Begrünung vorstellen. Dafür gab es Kritik von Seiten der Grünen im Ortsbezirk 1. Sie beschwerten sich dass es sich dabei um eine Auftragsarbeit der SPD-Fraktion im Römer handele. Man sei befremdet über die mangelnde Sensibilität von Oliver Strank, wenn es um die gebotene Trennung seines Amtes als Ortsvorsteher und die Interessen seiner Partei SPD gehe.

Die Vorstellung sei mit dem Büro der Stadtverordneten abgesprochen, entgegnet Strank. Der Ortsbeirat habe sich lange mit dem Thema befasst und wollte mit klarer Mehrheit schon immer einen autofreien Mainkai. Gerade jetzt sei es wichtiger denn je, sich damit zu befassen.

Kritik zur Sitzung gab es auch von Seiten der Fraktion, die den Vorschlag, die Stimmen der abwesenden Ortsbeiratsmitglieder zu delegieren, anfochten. Es sei darum gegangen, niemanden zu benachteilige, erklärt Strank. Denn zwei Mitglieder der CDU gehörten zur Risikogruppe. Wenn es kein Einvernehmen darüber gebe, werde man wie sonst auch abstimmen.

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