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Sonnenschutz für Spielplätze

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Von: Stefanie Wehr

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Sachsenhausen Angst vor den Kosten und Vandalismus

Die Spielplätze im Stadtteil müssen an die Klimaverhältnisse angepasst werden. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 5 am Freitagabend stimmte das Gremium überein, dass zusammen mit der Stadt günstige Lösungen gefunden werden müssen, um auf den Spielplätzen Schatten zu schaffen, damit Kinder auch im Hochsommer Sandkästen und Spielgeräte nutzen können.

Besonders der Spielplatz Goetheblick am Sachsenhäuser Landwehrweg müsse mehr vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, mahnte die Kinderbeauftragte Christine Wendel-Roth an. Der Ortsbeirat fordert deshalb dort einen Sonnenschutz in Form eines Sonnensegels oder -schirms. Bis zu 3000 Euro will das Gremium aus seinem Budget für die Anschaffung dazugeben.

Auf dem Spielplatz am Bischofsweg könnten Kinder die Rutsche im Sommer kaum nutzen, weil sich das Metall aufheize. so Wendel-Roth. Nach ihren Recherchen spreche sich die Stadt gegen Sonnensegel aus, weil diese wegen Vandalismus nicht lange hielten. Dort sollen außerdem zwei Reckstangen angebracht werden, damit auch ältere Kinder eine Beschäftigung finden. Wendel-Roth hatte die Kinder vom Kinderzentrum Grethenweg befragt, die sich die Stangen wünschten.

Es müsste nach grundsätzlichen, nachhaltigen Lösungen gesucht werden, fand Angelika von der Schulenburg (Grüne). „Bäume sind toll, aber man könnte vielleicht Spielplätze umgestalten und Spielgeräte mehr in den Schatten rücken.“ Warum es immer gleich so teuer sein müsse, verstand Andrea Müller-Wüst (SPD) nicht: „Es gibt doch einfache Lösungen, etwa Holzwände mit Strohmatten als Dach, die dann ausgetauscht werden, wenn sie kaputt sind“, schlug sie vor. Solche Aufbauten seien aber auch vor Vandalismus nicht gefeit und könnten zudem leicht abbrennen, wand die Kinderbeauftragte ein. Städtische Spielplätze seien teuer, weil sie hohen Sicherheitsanforderungen gerecht werden müssten. Oft komme vom Grünflächenamt bei Spielplatzanträgen die Rückfrage, ob der Ortsbeirat aus seinem Budget etwas dazugeben kann. Dass der immer wieder für Verbesserungen auf Spielplätzen in die eigene Tasche greifen solle, sei ein Unding, monierte Martin Benedikt Schäfer, Fraktionschef der CDU. „Es ist nicht Aufgabe des Ortsbeirats, die Spielplätze im Ortsbezirk instand zu halten, nur weil das Grünflächenamt mit Geld nicht umgehen kann. Unser schmales Budget reicht dafür nicht aus.“

Auch der Oberräder Kinderbeauftragte Limberg prangerte den Umgang der Stadt mit Spielplätzen an. Das Gelände des „Grünen Klassenzimmers“ der Gruneliusschule auf dem ehemaligen Abenteuerspielplatz am Waldrand von Oberrad solle ehrenamtlich gepflegt und gemäht werden. Das Grünflächenamt habe ihn gebeten, dies zu übernehmen. „Das ist heftig, wie wenig in die Grünflächen investiert wird.“ Knut Dörfel (Linke) stimmte zu, dass die Ämter es sich in diesem Fall zu leicht machten. „Das kann der Ortsbeirat nicht weiter so hinnehmen.“

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