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Seit mehr als vier Jahren ist die Mühlbergschule in den Containern am Länderweg ausgelagert.
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Seit mehr als vier Jahren ist die Mühlbergschule in den Containern am Länderweg ausgelagert.

Sachsenhausen

Sachsenhausen: Warten auf das Bauende an der Mühlbergschule

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Eltern der Mühlbergschule befürchten, dass das denkmalgeschützte Gebäude am Lettigkautweg nicht wie geplant bis Ostern fertig wird. Die Arbeiten verzögern sich seit Jahren.

Die ausgelagerte Mühlbergschule soll wie zuletzt angekündigt in den Osterferien zurück in ihr altes Gebäude ziehen können. Zwar gebe es noch eine Reihe von Arbeiten am denkmalgeschützten Schulhaus und am Neubau am Lettigkautweg, sagt Rüdiger Niemann vom Bildungsdezernat auf Anfrage. Doch gehe die Stadt davon aus, den Termin halten zu können. Offen sei aber, ob auch das Außengelände rechtzeitig fertiggestellt werden kann. Die Situation in der Containeranlage, in die die Grundschule ausgelagert ist, werde bis Ostern verbessert.

Die Eltern sind skeptisch. Ursprünglich sollten die Kinder nur bis 2019 in den Containern am Länderweg unterrichtet werden. Seitdem verzögerte sich das Bauende immer wieder. Auch jetzt sei der Baufortschritt „überschaubar“, teilt Leonie Kling vom Schulelternbeirat mit. Bei einzelne Gewerken gehe es zwar deutlich voran, „insgesamt sind aber erkennbar zu wenig Handwerker auf der Baustelle“; auch fehle es oftmals an Baumaterial.

Die Mütter und Väter bemängeln, dass nicht dauerhaft eine Bauleitung zugegen ist und die verschiedenen Gewerke vorantreibt. Sie befürchten, dass der Rückzugstermin gefährdet ist, so Kling. Erfreulich sei dagegen, dass es seit kurzem einen Runden Tisch gibt, bei dem die Eltern über die Arbeiten informiert werden. Zudem lade das Amt für Bau und Immobilien regelmäßig zu Begehungen der Baustelle ein.

Auf dem jüngsten Rundgang am Dienstag hat sich Niemann einen Überblick verschafft. Bei mehreren der Gewerke gebe es tatsächlich Probleme. So sei etwa jüngst der Fliesenleger ausgefallen, Decken seien noch nicht fertig und auch die Arbeiten an der unterirdischen Sporthalle, die derzeit von Innen abgedichtet werde, da Wasser eindringt, seien nicht abgeschlossen.

Auch müssen laut Niemann der Estrich verlegt sowie die Treppenhäuser fertiggestellt werden. Und vor dem Umzug werde die gesamte Schule möbliert, bei der Größe der Mühlbergschule sei das sehr aufwendig. Die Eltern machten sich deshalb „zurecht Sorgen“, so der Referent. Doch werde überall „mit Hochdruck“ gearbeitet; den Termin zu halten „ist machbar“.

Das gelte unter Umständen nicht für das Außengelände, wo die Arbeiten erst nach der Fertigstellung der Fassade angegangen werden könnten, so Niemann. Da das Gelände am Hang liege, dort Wasser fließe und verschiedenen Leitungen lägen, sei die Umgestaltung sehr aufwendig. „Es ist vorstellbar, dass man die Gebäude schon bezieht, aber das Außengelände zunächst nur in Teilen nutzen kann.“

Am Ausweichstandort am Länderweg hat die Stadt vor kurzem einen neuen Sanitär-Container aufgestellt, WLAN installiert und die Digital- und Medienausstattung verbessert. Dennoch gebe es auch dort noch viel zu tun, mahnen die Eltern an. Die Probleme sind Niemann bekannt, der zusichert, die Stadt arbeite diese ab. So sollen etwa in den kommenden zwei Wochen die noch fehlenden CO2-Messgeräte geliefert werden, Luftfilter seien bereits vorhanden und müssten nur noch montiert werden. Damit die alten Toiletten nicht mehr unangenehm riechen, sollen die Rohre gereinigt werden.

Komplizierter sei es, die Heizung so zu regulieren, dass es weder zu kalt bleibt noch zu warm wird, sagt der Referent, darum kümmere sich eine Firma. Beauftragt sei zudem ein Elektriker, der prüfen soll, wie die zum Teil unter den Containern liegenden Wasserleitungen vor dem Einfrieren geschützt werden können. Nötig seien dafür unter Umständen größere Erdarbeiten.

Die Containeranlage ist laut Niemann veraltet und „abgewohnt“. Sobald die Mühlbergschule ausgezogen ist, soll sie abgerissen werden. Dafür will die Stadt neue Holzmodule aufbauen. Denn auch künftig seien Ausweichquartiere im Frankfurter-Süden nötig, etwa für den geplanten Umzug der IGS Süd.

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