Claudia Nauth in ihrem Laden an der Saalgasse.
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Claudia Nauth in ihrem Laden an der Saalgasse.

Sachsenhausen

Sachsenhausen: Plastikfrei einkaufen am Lokalbahnhof

  • Judith Köneke
    vonJudith Köneke
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Der Unverpackt-Laden-Frankfurt (Ulf) öffnet im September an der Darmstädter Landstraße ein zweites Geschäft. Die Filiale in der Altstadt feiert Einjähriges.

Bald können auch die Sachsenhäuser plastikfrei einkaufen. Der Unverpackt-Laden Frankfurt (Ulf) eröffnet Anfang September ein zweites Geschäft an der Darmstädter Landstraße 44. Noch seien sie am Renovieren, sagt Inhaberin Claudia Nauth, lägen aber gut in der Zeit. Etwas mehr Platz wird es geben als im Stammladen in der Altstadt, rund 70 Quadratmeter Fläche zum Verkaufen. Darum soll es am Lokalbahnhof zusätzlich eine kleine Auswahl an saisonalem Obst und Gemüse geben, sowie Kartoffeln und Zwiebeln.

Ansonsten bleibe das Sortiment gleich. Neben Lebensmitteln, Trockenware, Süßigkeiten und Knabbereien, gibt es nachhaltige Reinigungsmittel, Seifen und feste Shampoos. Alles, was man brauche, um seinen Haushalt nachhaltig zu gestalten, erklärt Nauth. Die Kunden bringen eigene Behälter mit, das können Gläser, Dosen, aber auch Tupperware und alte Verpackungen sein.

Die Lage am Lokalbahnhof sei sehr praktisch, mit Bus, Straßenbahn und S-Bahn direkt vor der Tür. Auch Kurzzeitparkplätze gebe es davor, falls mal jemand von weiter her komme. Mit dem Ortsbeirat habe Nauth bereits gesprochen, ob es nicht möglich sei, noch Fahrradstellplätze zu bekommen.

Vor einem Jahr eröffnete Nauth mit ihrem Ehemann den ersten Ulf an der Saalgasse 1. Am Samstag wird dort ab 14 Uhr mit den Kunden und Getränken ein wenig gefeiert. Das erste Jahr sei wegen Corona nicht ganz wie geplant gelaufen, aber viele Kunden seien treu geblieben. Aber natürlich habe man gespürt, dass in der Innenstadt weniger los gewesen sei.

Viele, die früher vor oder nach der Arbeit vorbei geschaut hatten, blieben weg, sagt Nauth. Da habe man auch mal gezweifelt, ob ein zweiter Laden eine gute Idee sei. „Aber wir haben gesagt, wir ziehen das durch“, sagt die 55-Jährige. In den vergangenen Monaten versuchten sie mehr und mehr regionale Produzenten zu finden, Qinoa aus dem Odenwald oder Sojabohnen aus Bayern.

Das nähmen die Kunden an, auch wenn die Waren natürlich ein wenig teurer seien. Der Kundenstamm ist übrigens recht heterogen, von jung bis alt, genauso wie Familien und Singles.

Den Kunden gefalle außerdem gut, sich ein wenig zu unterhalten und Fragen zu den Produkten zu stellen. „Wir kennen die Herkunft all unserer Ware“, sagt Nauth. Es sei auch kein Problem nur geringe Mengen zu kaufen, um auszuprobieren oder für kleine Haushalte. So würden auch keine Lebensmittel verschwendet.

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