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Die Stadt möchte die Schweizer Straße umgestalten. Foto: Peter Jülich
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Die Stadt möchte die Schweizer Straße umgestalten.

Frankfurt

Sachsenhausen: Bürgerinnen und Bürger sollen Gestaltung der Schweizer Straße mitbestimmen

  • VonStefanie Wehr
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Erst fragen, dann umbauen, fordert der Ortsbeirat 5.

Auf welchen Spuren die Auto- und Fahrradfahrer künftig auf einer umgestalteten Schweizer Straße fahren sollen, welche Höchstgeschwindigkeit dort gelten soll und wie die wichtige Einkaufsstraße optisch gestaltet werden soll, darüber sollen die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden – so lautet der Konsens im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen). „Die Bürger sollen erst gefragt werden, aber ohne festgelegte Vorgaben unsererseits“, sagte CDU-Fraktionschef Martin-Benedikt Schäfer am Freitag.

Er reagierte damit auf die Tischvorlage der Grünen. Diese wollten die Stadt auffordern, „den Schweizer Platz und die Schweizer Straße zwischen Textorstraße und Hans-Thoma-Straße als verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20, maximal Tempo 30 auszuweisen“. Tempo 20 solle auch für den Radverkehr gelten. Dann müsste für die Radfahrer keine getrennte und viel zu schmale Fahrspur ausgewiesen werden.

„Zur Sicherheit müssen die Schienen der Straßenbahn in diesem Bereich mit einem Schienenverschlusssystem ausgestattet werden.“ Außerdem solle kurzfristig die Straße entrümpelt und neue, teils mobile Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, so die Grünen, die auch eine Bürgerbeteiligung von der Stadt einforderten. CDU, SPD, FDP, BFF und AfD lehnten den Antrag ab.

Anstelle von kurzfristigen Maßnahmen „so kurz vor einer Neusortierung“ sollte lieber die grundsätzliche Neuplanung vorangetrieben werden, hielt SPD-Fraktionsschef Jan Binger dagegen. Die Schweizer Straße sei das Herzstück Sachsenhausens. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Pläne des Magistrats offiziell diskutieren und die Bürger dabei mitnehmen. Das brauchen wir nicht von der Stadt zu fordern.“

Ortsvorsteher Christian Becker (CDU) will den Termin für eine Bürgersitzung zum Thema Schweizer Straße zunächst mit dem neuen Verkehrsdezernenten absprechen. „Die Veranstaltung soll außerhalb der regulären Ortsbeiratssitzung stattfinden“, so Becker. Der Termin werde bekanntgegeben, sobald er feststehe.

Auch an der Neugestaltung des Holbeinkreisels scheiden sich im Stadtteilgremium die Geister. Die CDU forderte per Antrag eine „Turbobaustelle“, die in sehr viel kürzerer Zeit als den von der Stadt veranschlagten 24 Monaten fertig werden soll. Die Vorlage der Stadt weise „Mängel“ auf, die Bevölkerung und Verkehrsteilnehmer über Gebühr belasten würden, so die CDU.

„Dabei haben Sie der Vorlage der Stadt doch zugestimmt“, wunderte sich Reinhard Klapproth, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Ob der Umbau überhaupt schneller zu bewerkstelligen wäre, bezweifeln die Grünen. „Wir können nicht die Regeln der Baustellenplanung außer Kraft setzen“, so Angela von der Schulenburg (Grüne),

Die Grünen forderten aber einen anderen Standort für die Glascontainer, möglicherweise auf der geplanten Nase an der Einmündung der Nell-Breuning-Straße. Ein Schnurbaum an der Holbeinstraße soll laut Plänen der Stadt gefällt werden, damit der Glascontainer installiert werden kann. Den Baum will auch die CDU erhalten. Deren Antrag wurde zugestimmt, der von den Grünen abgelehnt.

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