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Eltern und Lehrenden der Mühlbergschule fordern, dass der Ausweichstandort am Länderweg besser ausgestattet wird.
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Eltern und Lehrenden der Mühlbergschule fordern, dass der Ausweichstandort am Länderweg besser ausgestattet wird.

Sachsenhausen

Sachsenhäuser Mühlbergschule schlägt Alarm

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Eltern und Schulleitung sprechen von unhaltbaren Zuständen in den Containern am Ausweichstandort. Von der Stadt Frankfurt fühlen sie sich alleingelassen.

Die Eltern und Lehrenden der Sachsenhäuser Mühlbergschule schlagen Alarm. In der Sitzung des Ortsbeirats 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) am Freitagabend machten sie erneut auf die „unhaltbare Situation“ der Grundschule aufmerksam, die seit bereits vier Jahren in einer Containeranlage im Länderweg ausgelagert ist. Seitdem wird das alte Gebäude am Lettigkautweg saniert und umgebaut.

Zu den Sommerferien gingen die ersten Mädchen und Jungen ab, „die noch nie in einer vernünftigen Schule unterrichtet worden sind“, sagte Elternvertreter Alexander Kohnen. Durch zahlreiche Bauverzögerungen, wie ein massiver Wasserschaden an der neuen Turnhalle, hätten sich die Arbeiten immer wieder in die Länge gezogen. Dadurch seien die rund 350 Kinder und die 30 Lehrerinnen und Lehrer dazu verurteilt, in der Containeranlage zu „hausen“.

Vor der Pandemie sei es dort noch erträglich gewesen, so Kohnen. Doch inzwischen sei es am Länderweg äußerst schwierig. Lüften sei wegen der nahen und lauten Bahnstrecke und der stark befahrenen Straßen während des Unterrichts störend. Sobald es kälter werde, mache zusätzlich die nur unzureichende Heizung das Öffnen der Fenster zur Tortur.

Bei den Bauarbeiten gehe es nicht voran, sagte Schulleiterin Elke Rimpf. „Die Situation für Kinder und Kollegen ist nicht akzeptabel.“ Die Stadt erkläre nicht transparent, warum sich der Umbau immer wieder verzögere. Hilfe forderte Kohnen deshalb vom Ortsbeirat beim Umgang mit den städtischen Ämtern. Diese wiesen die Zuständigkeit ständig von sich.

Ärgerlich sei es, dass „eine ganze Grundschulgerneration“ kaum richtigen Sportunterricht gehabt habe, so Rimpf, da die Schule derzeit keine Turnhalle hat. Die wenigen Sportstunden in anderen Hallen habe die Mühlbergschule selbst organisieren müssen, „wir sind mit der Sache alleingelassen worden“.

Darüber hinaus fehle es an jeglichen digitalen Unterrichtsmitteln, sagte Elternvertreter Kohnen. Die Stadt habe eine entsprechende Ausstattung erst im Gebäude am Lettigkautweg zugesagt. Müsse die Schule jedoch durch die Corona-Beschränkung erneut auf Homeschooling ausweichen, „sind wir schon vorher darauf angewiesen“.

Sie blicke mit Sorge auf den Herbst, wenn die Corona-Zahlen voraussichtlich wieder nach oben gingen, sagte Rektorin Rimpf. Schon jetzt seien die Toilettencontainer am Ausweichstandort unzureichend, da wegen Corona nur ein Drittel genutzt werden könne. Die zugesagten zusätzlichen sanitären Anlagen seien bislang nicht eingetroffen.

Der Ortsbeirat sicherte seine Unterstützung zu. Wichtig sei es, die Ausstattung am Länderweg zu verbessern, sagte CDU-Chef Martin-Benedikt Schäfer. Ebenso wie ein verbindlicher Termin, wann der Umbau endlich abgeschlossen werde. Das einzige was helfe, sei, immer wieder nachzufragen, sagte Knut Dörfel (Linke).

Das Baudezernat hatte jüngst auf Anfrage gesagt, dass sich der Umbau weiter hinziehe. Sicher sei nur, dass der Umzug erst nach den Sommerferien stattfinden werde. Bei dem alten Gebäude sei es immer wieder zu Überraschungen gekommen. Zudem habe es Probleme mit Baufirmen gegeben (die FR berichtete).

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