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Prosit für den Frankfurter Goetheturm

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Von: Gernot Gottwals

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Drei Schläge, dann läuft’s: Dezernentin Rosemarie Heilig macht auch mit Schlegel eine gute Figur.
Drei Schläge, dann läuft’s: Dezernentin Rosemarie Heilig macht auch mit Schlegel eine gute Figur. © Rainer Rüffer

Gut 1500 Menschen feiern dreitägiges Fest rund um den Goetheturm, das Wahrzeichen im Stadtwald.

Für ein Vereinsfest im Stadtwald sind Absprachen und Auflagen in Sachen Umwelt erforderlich. Da ist es gut zu wissen, dass Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) ein Fan des Goetheturms und Goetheturmfests ist. Doch die Ehre des Fassbieranstichs kommt selbst für sie etwas überraschend. „Die Vereine haben meine Unterstützung, wenn sie dieses tolle Fest hier feiern wollen“, bedankt sie sich zur Eröffnung mit drei Hammerschlägen. „Das ist von unserer Seite ein spontanes Dankeschön an die Dezernentin“, betont Vereinsringchef Markus Mannberger. Denn welche Bereiche im Areal um den Turm bespielt werden können oder kontrolliert und abgesperrt werden müssen, ist mit den Umweltbehörden zu regeln.

Mit von der Partie beim Fassanstich ist freilich auch die alte und neue Brunnenkönigin Gabriele I., die mit ihrem Gefolge aus mehreren Königinnen und Hofbeamten der Region Spalier bei der offiziellen Eröffnung des Goetheturmfestes steht. „Mit einem Einzugsmarsch aus der Oper Carmen haben wir sie am Freitagabend einziehen lassen, ihr mal kurz die Krone und Schärpe abgenommen, um sie dann wieder erneut zu krönen“, scherzt Dieter Breidt, Präsident der Sachsenhäuser Brunnen- und Kerbegesellschaft.

„Mit jeweils 500 Besuchern von Freitag bis Sonntag hat das Goetheturmfest genau die richtige gemütliche Atmosphäre, um sich zu unterhalten, an unseren Ess- und Informationsständen unsere Vereine kennenzulernen und dabei auch unser Festprogramm zu verfolgen“, findet Mannberger.

Die Livemusik der Winwets Partyrock, Danny and Friends, des Musikzugs TG Bad Soden und des Blasorchesters Stierstadts gehören ebenso dazu wie der Familiengottesdienst der evangelischen Immanuel-Gemeinde. Zu den musikalischen Höhepunkten beim Fassbieranstich gehört auch der Auftritt der Sachsenhäuser Jagdhornbläser, die bereits seit vielen Jahren am Goetheturm das neue Jahr begrüßen. „Doch dieses Jahr bieten wir Ihnen eine Premiere“, verspricht Eberhard Weiss, Obmann des Sachsenhäuser Jagdclubs.

Denn zum ersten Mal spielen die Sachsenhäuser Jagdhornbläser zusammen mit den Jagdhornbläsern von Sankt Hubertus in Offenbach Stadt und Land, der Jägervereinigung Usingen und dem Jagdklub Main-Taunus. Wobei die 40 Bläser spielen auch die eigens für den Goetheturm komponierte Fanfare: „Da kann man in Melodie und Rhythmus den Marsch über die 196 Stufen bis hinauf zur Turmspitze so richtig mitempfinden,“, betont Oliver Stör, Obmann des Jagdclubs Sankt Hubertus.

„Wichtig beim Goetheturmfest ist die Stärkung unserer Vereine, unserer Brauerei und unserer Lebensmittellieferanten, ohne dass dabei wirtschaftliche Gewinne im Vordergrund stehen“, betont Mannberger. Man hilft sich gegenseitig und sogar die ersten Festbesucher packen noch beim Aufbau mit an. Auch die von der von der Binding Brauerei gestifteten Bierkrüge mit Erlös für den Vereinsring gehen bereits auf das erste Goetheturmfest im Jahr 1982 zurück.

Feierte man damals noch im Mai, so will der Vereinsring ein Jahr nach der Eröffnung des neuen Goetheturms am neuen Datum Mitte August festhalten. „Da der Geburtstag des ursprünglichen Erbauers Gustav Gerst auf den 15. August fällt, soll das Fest ihm zu Ehren am darauffolgenden Samstag stattfinden“, betont Mannberger.

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