Paradieshof in Sachsenhausen

Paradieshof bleibt ohne Mieter

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Die Stadt Frankfurt und die European School of Design können sich über den Mietpreis für den Paradieshof in Alt-Sachsenhausen nicht einigen.

Die Verhandlungen zwischen Stadt und European School of Design über einen Einzug der Hochschule in den leerstehenden Paradieshof in Alt-Sachsenhausen sind zumindest vorerst gescheitert. Über den Mietpreis sei keine Einigung erzielt worden, heißt es in einem nun veröffentlichten Magistratsbericht. Die Stadt will einen Investor einschalten, um doch noch zu einem Abschluss zu kommen. Doch Schuldirektor Detlef Wildermuth ist skeptisch, und auch der Magistrat teilt mit, im Zweifel müsse die Stadt mit anderen Interessenten verhandeln.

Der Paradieshof, ein Gebäude inmitten des Kneipenviertels, steht seit 2008 leer. 2010 erwarb die Stadt das Haus. Vor zwei Jahren gab es einen Wettbewerb, an dem sich potenzielle Nutzer beteiligen konnten. Diesen gewann die Hochschule, die derzeit in Bockenheim ansässig ist.

Nach dem vorgelegten Konzept hätte die Stadt das Gebäude nach Wünschen der Hochschule umbauen und anschließend an sie vermieten sollen, teilte der Magistrat jetzt mit. Doch die angebotene Miete könne die anstehenden Arbeiten im Haus „nicht annähernd refinanzieren“.

Schulleiter Wildermuth hat mit dieser Darstellung Probleme. Der Stadt sei es bei dem Wettbewerb in erster Linie darum gegangen, das Viertel zu fördern und das Haus nicht weiter verfallen zu lassen. Nun wolle der Magistrat offenbar Geld mit der Immobilie verdienen. Vor allem klagt Wildermuth über mangelnden Kontakt zur Stadt. In den vergangenen anderthalb Jahren habe er nur ein Gespräch mit Baudezernent Jan Schneider (CDU) führen können.

Grundsätzlich könne er sich auch vorstellen, den Paradieshof von einem Investor zu mieten, der das Gebäude zuvor saniert. Eine solche Lösung schwebt auch der Stadt vor, doch Wildermuth legt Wert darauf, dass die Schule den Geldgeber auswählt. Bei der Suche wäre er der Stadt gerne behilflich, allerdings müsste er Interessenten sagen, mit wie viel Geld sich die Stadt am Umbau beteiligen werde. „Und diese Information habe ich nicht, und ich bekomme sie auch nicht“, klagt er.

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