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Es fehlt nicht mehr viel, dann soll die neue Welscher Brücke endgültig fertig sein.
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Es fehlt nicht mehr viel, dann soll die neue Welscher Brücke endgültig fertig sein.

Sachsenhausen

Neue Brücke am Welscher Weg in Sachsenhausen bleibt zu

  • VonStefanie Wehr
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Zu Fuß und mit dem Fahrrad geht es erst Ende Januar wieder über die Bahngleise.

Eine nigelnagelneue Fußgänger- und Fahrradbrücke führt über die vierspurige Bahntrasse Frankfurt-Heidelberg und zwei Straßenbahngleise am Welscher Weg. Ende September schon wurde sie mit großem Baugerät eingehoben. Der Überweg bleibt den damals noch hoffnungsfrohen Nutzern und Nutzerinnen allerdings bis heute versperrt. „Die Brücke ist nicht fertig – es fehlen der Kies auf dem Weg, die Pfosten und das Geländer“, beschreibt es ein Anwohner. „Seit zwei Monaten schon ruht die Baustelle, der Lagerplatz gammelt vor sich hin.“

Vor mehr als zwei Jahren, am 19. Dezember 2019, musste die alte Brücke gesperrt werden, weil sie nicht mehr standsicher war. In einem – in dieser Form seltenen – Gemeinschaftsprojekt der Stadt Frankfurt und der DB Netz AG wurde die neue Brücke finanziert und gebaut. Alte Verträge zwischen Stadt und Bahn hatten dies verlangt. Die Hauptlast trägt die Bahn, der die Brücke gehört. Die Stadt trägt ein Drittel der Kosten, da die Brücke zwei städtische Straßenbahngleise überquert.

Der Überweg ist wichtig, denn er wurde rege genutzt, ist doch der Welscher Weg ein beliebter Spazierweg und Radverbindung zwischen Sachsenhausen und Neu-Isenburg. Zudem ist er Forstweg. Fußgänger:innen und Fahrradfahrer:innen müssen ohne den Überweg lange Umwege in Kauf nehmen. Die Umleitung über die Isenburger Schneise und die Stoltze-Schneise aber zieht sich mit dem Rad.

Der Ortsbeirat 5 (Sachsenhausen, Niederrad, Oberrad) war schon nach einem Jahr unglücklich über die lange Bauzeit und hatte moniert, dass die Umleitung über den Bahnhof Louisa wegen der Kreuzung der Straßenbahntrasse gefährlich sei.

Die Arbeiten haben sich nach Angaben von Stefan Lüdecke, Referent im Mobilitätsdezernat, verzögert, „weil die bauausführende Firma mit Corona und Lieferengpässen zu kämpfen hatte, was immer wieder zur Einstellung der Arbeiten führte“. Da die Brücke zwar längst eingehoben, aber noch nicht in einem verkehrssicheren Zustand sei, könne sie nicht für den Verkehr freigegeben werden. Das Geländer fehle noch, der Weg sei noch nicht fertig gebaut. „Erschwerend kommt hinzu, dass einige Arbeiten aufgrund der Witterung nicht ausgeführt werden können.“

Dennoch seien die Arbeiten relativ weit fortgeschritten. Die Stadt rechnet damit, dass die Brücke spätestens Ende Januar 2022 freigegeben werden kann. „Die Brücke ist dann zwar geöffnet und in einem verkehrssicheren Zustand, aber noch nicht komplett fertiggestellt“, fügt Lüdecke an. Beispielsweise fehlen noch Material und Bauteile für das endgültige Geländer. Die 41 Meter lange und drei Meter breite Brücke werde zunächst ein provisorisches Geländer bekommen.

Sobald die Bauteile geliefert würden, werde das provisorische Geländer durch das eigentliche ersetzt. „Die Wege werden im Laufe der kommenden Monate noch ausgebaut und Mängel am Beton beseitigt“, erläutert der Referent. „Beide Arbeiten sind derzeit vor allem aufgrund des Winterwetters nicht möglich.“

Für den Bau der Brücke, die aus Beton und einem Überbau aus Aluminium besteht, waren 2,9 Millionen Euro veranschlagt. Sobald alle Restarbeiten abgeschlossen sind, erfolgt die Übergabe von der Deutschen Bahn an die Stadt Frankfurt, die künftig für die Brücke als Eigentümerin verantwortlich ist.

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