Sachsenhausen

Nachbarn treffen

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Anlässlich des Nachbarschaftstags gibt es erneut einen Protest auf dem Adlhochplatz.

In vielen europäischen Städten wird am 24. Mai der Nachbarschaftstag gefeiert. Aus diesem Grund werden sich auch Anwohner, die rund um den Adlhochplatz wohnen, dort gegen 16 Uhr mit Decken und Hockern treffen. Alle Interessierten sind eingeladen dazuzukommen. Gemeinsam wollen sie erneut gegen das Entfernen der Bänke protestieren.

FR-Leserin Renate Berg wird ebenfalls dabei sein, sie wohnt in der Textorstraße, betreibt einen kleinen Antiquitätenladen und kommt mit vielen Bewohnern ins Gespräch. „Ich habe nicht einen Einzigen erlebt, der das Entfernen der Bänke für eine gute Idee hält.“

Viele Leute hätten nicht das Privileg, einen Balkon oder Garten zu besitzen, und wollten draußen sitzen, ohne in eine Café gehen zu müssen, sagt die 72-Jährige. Gerade Ältere legten zudem gerne eine Pause auf dem Platz ein. Dort sei man immer wieder mit Menschen des Stadtteils ins Gespräch gekommen. „Auf öffentliche Plätze gehören Bänke.“

Ende März entfernte die Stadt die Sitzgelegenheiten, um nächtliche Ruhestörung zu unterbinden. Der Ortsbeirat hatte dem zugestimmt. Die Politiker gäben ein schwaches Bild ab, findet Berg. Statt die Bänke zu entfernen, sollten sie eher Angebote für junge Leute schaffen. Dann würden diese auch nicht bis spät in die Nacht auf dem Platz bleiben. Die Stadt müsse sich auch um Toiletten dort kümmern, um Wildpinkeln einzudämmen. Und dass kein Geld für Polizeistreifen da sei, sei ein Armutszeugnis.

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