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Martin-Buber-Schule auf dem Prüfstand

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Von: Stefanie Wehr

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Seit Jahren von Fluglärm geplagt: Die Martin-Buber-Schule in Sachsenhausen.
Seit Jahren von Fluglärm geplagt: Die Martin-Buber-Schule in Sachsenhausen. © Martin Weis

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) informierte die Bürgerinnen und Bürger via Youtube über die Entwicklung der Schulen im Süden der Stadt.

Zu diskutieren gibt es derzeit vieles in Sachen Schule im Frankfurter Süden. Daher lud der SPD-Ortsverein Sachsenhausen „seine“ Schul- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD) zum Gespräch ein, das Bürger:innen live auf Youtube verfolgen konnten.

Weber sparte nicht mit Neuigkeiten, etwa der Absicht ihres Doppeldezernats, die Martin-Buber-Schule mehr in den Fokus zu nehmen, „die viele Jahre ehrlich gesagt wenig Beachtung gefunden hat“. Dort habe sich ein Bauplanungsteam „aus Fachleuten von Heizung, Lüftung, Sanitär, Raumakustik“ und weiteren zusammengefunden, das das Gebäude demnächst unter die Lupe nehmen soll. Während einer Sanierung soll die Schule ausgelagert werden – wohin, ist noch unklar. „Ich würde mir aber wünschen, dass wir einen Ort in der Nähe finden, sodass die Schüler weiterhin fußläufig in die Schule gehen können“, sagte Weber.

Die Fertigstellung der Mühlbergschule, „unser Sorgenkind“, genieße ebenfalls Top-Priorität. „Wir gehen fest davon aus, dass das klappt und wir in der ersten Sommerferienwoche umziehen können“, so die Dezernentin. Mitte Juni werde der Bau übergeben, gereinigt und möbliert. Die technischen Abnahmen folgen dann. „Wir haben eine zweiten Bauleiter eingestellt, Gewerke neu ausgeschrieben und alles sehr eng begleitet.“ Am 29. September soll Eröffnung und Schulfest sein. Seit 2017 wird die Mühlbergschule saniert und erhält einen Neubau mit unterirdischer Turnhalle. Corona und Personalausfälle zogen den Terminplan in die Länge, die Eltern waren sauer.

„Wenn ich eins gelernt habe“, sagte Weber, „Bauprojekte dauern immer länger als gedacht. Wir haben uns vorgenommen, noch besser zu kommunizieren und transparent zu arbeiten“, damit alle Beteiligten Bescheid wüssten, was sie erwartet.

Die Kommunikation soll auch im Fall der Sanierung der Oberräder Gruneliusschule besser funktionieren, die längst fertig sein könnte, weil „alles fertig geplant war“. Doch dann gab es Einspruch aus dem Ortsbeirat 5, der den Altbau erhalten wollte. „Wir mussten alles neu planen“, noch sei nicht klar, welche Variante gebaut werde. Hinzu komme eine „starke Bevölkerungszunahme“ in Oberrad, so- dass die Schule künftig fünfzügig sein müsse.

Eine neue Grundschule soll im Lyoner Quartier gebaut werden. Weber geht davon aus, dass sie auf den Sportplätzen der TSG Niederrad an der Lyoner Straße in Festbauweise entstehen wird. Einen Termin gebe es nicht.

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