Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Schweizer Platz in Sachsenhausen soll umgestaltet werden - zugunsten der Fußgängerinnen und Fußgänger.
+
Der Schweizer Platz in Sachsenhausen soll umgestaltet werden - zugunsten der Fußgängerinnen und Fußgänger.

Sachsenhausen

Kreisel auf der Schweizer Straße fällt weg

Der Schweizer Platz soll verkehrsberuhigt werden. Die Stadt will die Pläne ausführlich im September der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Schweizer Straße, Lebensader Sachsenhausens und beliebte Einkaufsstraße auch für Menschen aus dem Umland, ist in die Jahre gekommen und soll umgestaltet werden. Dafür lobt die Stadt, wie berichtet, einen städtebaulichen Wettbewerb aus. Zuvor hat das Verkehrsdezernat eine Machbarkeitsstudie erstellt, die dem Sachsenhäuser Ortsbeirat 5 hinter verschlossenen Türen vor kurzem vorgestellt wurde. Die Studie soll grobe Vorgaben machen, die die Planer berücksichtigen sollen.

Im September sollen dann die Bürger:innen alles über die Studie und den Fortgang der Ausschreibung im Detail erfahren. In der Bürgerfragestunde der ersten Sitzung des Ortsbeirats nach den Ferien (10. September) soll im Südbahnhof etwas mehr Platz als bisher zur Verfügung stehen, um coronakonform möglichst viele Interessierte einlassen zu können. „Die Stadt wird dann die Studie dem Stadtteilgremium vorstellen, Bürger können Fragen stellen und Vorschläge einbringen“, kündigt Christian Becker (CDU) an. Er selbst findet die bis jetzt gemachten Vorgaben gut. „Darauf kann man aufbauen und ein vernünftiges Konzept erstellen.“ Die Schweizer Straße brauche eine Erneuerung.

Wichtigste Eckpunkte: Der Schweizer Platz soll verkehrsberuhigt werden und nicht mehr als Kreisel befahrbar sein. Lediglich einige Rechtssabbiegerbeziehungen etwa von der Diesterwegstraße in die Oppenheimer Landstraße sollen übrig bleiben.

Der Autoverkehr soll auf der ganzen umzugestaltenden Länge auf einer Fahrspur in der Mitte, also auf den Straßenbahnschienen, mitfahren – durch die Mitte des Platzes. Das Verkehrsdezernat hat sich nicht festgelegt, Dezernent Klaus Oesterling (SPD) hatte aber schon im Vorfeld gesagt, dass es vorstellbar wäre, die Straßenbahnhaltestelle in die Mitte des Platzes zu verlegen. Becker findet die Idee gut: „Die Mitte des Schweizer Platzes ist jetzt eine – nicht mal schöne – ungenutzte Fläche“, findet der Ortsvorsteher. Den Innenkreis könnte man begehbar machen und schöner gestalten, etwa mit Sitzbänken versehen. Fußgänger:innen könnten den verkehrsberuhigten Kreisel auf mehreren Zebrastreifen passieren, um zur Mitte zu gelangen. Die Studie sieht eine Umgestaltung von der Mörfelder bis zum Main vor. Beide Straßenseiten sollen großzügige Fahrrad-schutzstreifen erhalten. Die Parkplätze an den Außenrändern sollen verschwinden, einige wenige Parkbuchten bleiben aber erhalten. „Der Andienungsverkehr für die Geschäfte muss weiter möglich sein“, erklärt Becker. Wichtig ist ihm auch, dass alle Bäume stehen bleiben. „Der alte Baumbestand an Platanen prägt die Schweizer Straße. Ich bin froh, dass sie nicht angerührt werden.“

Insgesamt soll auf Gehwegen und besonders im Rund des Schweizer Platzes mehr Raum für Fußgänger:innen zum Flanieren geschaffen, der Gehweg luftiger und ansehnlicher gestaltet werden. „Dazu gehört eine schöne Möblierung – von Sitzbänken bis hin zu Fahrradbügeln.“ Der Bereich rund um den Bücherschrank an der Ecke Diesterwegstraße könne etwa als Vorzeichen für Aufenthaltsqualität gelten – die Bänke und Mäuerchen dort werden schon jetzt gern zum Sitzen, Lesen und Plaudern genutzt.

Eine komplett autofreie Schweizer Straße kann sich Becker aber nicht vorstellen. „Sie können nicht jeden aufs Fahrrad oder in Bus und Bahn schicken. Für viele ältere Menschen und für Mobilitätseingeschränkte bedeutet das Auto die Freiheit, jederzeit mobil zu sein“, findet er.

Die Schweizer Straße sei gut mit Straßenbahn, U-Bahn und vom nahgelegenen Südbahnhof erreichbar. Defizite sieht Becker bei der Anbindung an den Sachsenhäuser Berg. „Dort müssen mehr Busse hochfahren.“ Ideal wäre die Verlängerung der U-Bahn bis zur Sachsenhäuser Warte, für die sich der Ortsbeirat einsetze. „Von dort könnten Quartiersbusse in die umliegenden Straßen fahren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare