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Kreative sollen Leerstand in Frankfurter Stadtteilen beheben

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Von: Fabian Böker

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In ehemaligen Läden in der Hellerhofsiedlung arbeiten jetzt Künstlerinnen und Künstler. Diesem Beispiel will die Stadt nun weitere folgen lassen.
In ehemaligen Läden in der Hellerhofsiedlung arbeiten jetzt Künstlerinnen und Künstler. Diesem Beispiel will die Stadt nun weitere folgen lassen. © ROLF OESER

Die Stadt fördert den Umbau von leerstehenden Flächen in Ateliers. Konkret geschiet das nun in Sachsenhausen, Niederrad und im Gallusviertel.

Immer wieder stehen in Frankfurt Läden oder Flächen in Gebäuden leer. Auf verschiedenen Wegen wird versucht, dagegen vorzugehen. Ein Ansatz ist das städtische Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative. Solche Ateliers sollen nun in den Stadtteilen Gallus, Niederrad und Sachsenhausen entstehen.

So gewährt Sport- und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) einen Zuschuss in Höhe von mehr als 13 000 Euro, um Räumlichkeiten in der Textorstraße in ein Atelier umzuwandeln. Mit 14 250 Euro soll ein Kunstatelier in der Idsteiner Straße entstehen sowie für 18 500 Euro ein Schreibatelier in der Golfstraße.

Christian Becker (CDU), Ortsvorsteher des Ortsbeirats 5 (Sachsenhausen, Niederrad, Oberrad), war zwar nicht in das Vorgehen involviert - „nichtsdestotrotz begrüße ich die Einrichtung eines Schreibateliers sehr“. So werde ein leerstehender Raum sinnvoll genutzt, zum anderen schaffe man „Raum für Kreative, die es gerade in der Corona-Pandemie nicht leicht haben“. Auch Michael Weber (CDU), Ortsvorsteher des für das Gallus zuständigen Ortsbeirats 1, wurde vorab nicht informiert. „Grundsätzlich kann ich es nur begrüßen, wenn Leerstand beseitigt und sinnvoll genutzt wird. Ein Kunstatelier finde ich sehr gut.“

Mit dem Förderprogramm will die Stadt das Raumangebot für Kreative zugleich erweitern. Die neue Nutzung der Räume soll zur Attraktivität der Stadtteilzentren beitragen. Zugleich soll verhindert werden, dass immer mehr Menschen aus der Branche in andere Städte abwandern.

In zehn Jahren habe Frankfurt auf diese Art mehr als 200 Projekte mit insgesamt mehr als 3,6 Millionen Euro gefördert, teilt die Stadt mit. Besonders viel Geld ist in das Fechenheimer Gewerbegebiet rund um die Wächtersbacher Straße und nach Höchst geflossen.

Von dem Programm profitieren die Künstler:innen und die Eigentümer:innen der Immobilien, die durch die finanzielle Bezuschussung aufgewertet und modernisiert wurden, so das Planungsdezernat. Unterstützung erhalten Vermieter:innen von der Leerstandsagentur Radar. Sie vermittelt im Auftrag der Stadt die Räume an Kreative. Unter www.radar-frankfurt.de werden Objekte und Informationen aufgeführt.

Bei anstehenden Mieterwechseln bietet das Programm die Möglichkeit, geeignete Nutzer:innen zu finden und eine Antragstellung für Umbaufördermittel zu begleiten. Die förderfähigen Kosten betragen 150 Euro pro Quadratmeter, förderfähig sind Mietflächen von maximal 120 Quadratmetern. Die Räume müssen für mindestens fünf Jahre zur Verfügung stehen.

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