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Kein Vorrang für Autos im Lettigkautweg

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Von: Stefanie Wehr

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Knöllchen für Längsparken im Lettigkautweg. (Symbolbild)
Knöllchen für Längsparken im Lettigkautweg. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa

Ein Antrag des Ortsbeirat 5 wird von der Stadt abgewiesen: Längsparken in der Straße bleibt verboten.

Wo seit Jahrzehnten längs geparkt wird, sollte dies auch offiziell erlaubt werden: Das forderte der Ortsbeirat 5 (Oberrad, Niederrad, Sachsenhausen) für den Lettigkautweg. Von der Offenbacher Landstraße bis zur Ecke Am Mühlkanal sowie von der Ecke Auf dem Mühlberg bis gegenüber Lettigkautweg Hausnummer 13 sollte das Längsparken halb auf dem Gehweg, halb auf der Straße eingerichtet und die Regelung so ausgeschildert werden. Denn, wie die BFF in ihrem Antrag argumentierten, der gegen die Stimmen von Grünen und Linken verabschiedet wurde, sei das früher erlaubt gewesen. Die Schilder seien aber nicht mehr vorhanden, die die Regelung anzeigten.

„Im Zuge von Bauarbeiten oder auch Unfällen, wobei Schilderstangen umgefahren wurden, sind diese nach und nach verschwunden“, heißt es im Antrag. Dort würde die Stadtpolizei oft Knöllchen verteilen, worüber sich die Anwohner und Anwohnerinnen oft beschwerten.

Dem Ansinnen erteilt die Stadt jetzt eine Absage. „Inwiefern in der Vergangenheit das Gehwegparken in den hier gegenständlichen Bereichen erlaubt war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen“, heißt es in einer Stellungnahme. Seit dem Jahr 2000 sei das Längsparken dort verboten. „Maßgeblich für die Verkehrsregelung sind die vor Ort tatsächlich vorhandenen Verkehrszeichen.“

Geschützt laufen können

Gehwege seien grundsätzlich zuerst für Fußgängerinnen und Fußgänger vorgesehen, klärt das Amt auf. Das Parken auf Gehwegen sei deshalb verboten. Erlaubt sei es nur dann, wenn Parkplätze ausgewiesen werden durch Bodenmarkierungen oder Verkehrszeichen. Fußgänger:innen, darunter auch Menschen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen, sollten ungehindert passieren können.

Das Gehwegparken werde daher nur noch angeordnet, wenn eine Restbreite von mindestens 2,20 Meter für Menschen verbleibt, die zu Fuß unterwegs sind. Die Zeiten änderten sich: „In der öffentlichen Wahrnehmung gewinnen Gehwege zunehmend an Bedeutung und die zuständige Aufsichtsbehörde achtet verstärkt auf deren Nutzbarkeit.“

Bis zur Ecke Am Mühlkanal sei der Gehweg zu schmal, und auch weiter oben sei der Bürgersteig nicht durchgehend breit genug, dass Autos halb darauf parken könnten. Entlang der Mühlbergschule sei es ohnehin keine gute Idee, Parkplätze einzurichten, da auf dem Gehweg Grundschüler und -schülerinnen geschützt laufen können sollen. Da diese Stelle ohnehin unübersichtlich sei, könne es zu „hektischen und unachtsamen Ein- und Ausparkmanövern“ kommen, was die Jungen und Mädchen auf dem Bürgersteig unnötig gefährden würde, teilt die Stadt mit.

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