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Ursprünglich sollte die Sanierung und Erweiterung der Mühlbergschule am Lettigkautweg vor zwei Jahren abgeschlossen werden. Derzeit ist offen, wann die Schülerinnen und Schüler vom Ausweichstandort zurückziehen können.
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Ursprünglich sollte die Sanierung und Erweiterung der Mühlbergschule am Lettigkautweg vor zwei Jahren abgeschlossen werden. Derzeit ist offen, wann die Schülerinnen und Schüler vom Ausweichstandort zurückziehen können.

Sachsenhausen

Kein Umzugstermin für Sachsenhäuser Mühlbergschule

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Sanierung der Grundschule am Lettigkautweg dauert weiter an. Eltern sind verärgert über die erneute Verzögerung und bemängeln die Situation in den Containern am Ausweichstandort am Länderweg.

Die Sanierung und der Umbau der Mühlbergschule ziehen sich weiter hin. Wann die Arbeiten am Lettigkautweg enden, sei derzeit noch offen, sagt Elisabeth Heiner, Referentin von Baudezernent Jan Schneider (CDU). Sicher sei nur, dass der Umzug von der Seehofstraße, wohin die Grundschule ausgelagert wurde, in den Lettigkautweg nicht wie angekündigt in den Sommerferien stattfinden kann.

Der Zeitplan sei „leider aus dem Ruder“ gelaufen, bedauert Heiner. Bei dem denkmalgeschützten Gebäude sei es immer wieder zu Überraschungen gekommen. Zudem habe es erhebliche Probleme mit den Baufirmen gegeben. „An mehreren Stellen musste die Bauausführung beanstandet werden“, so Heiner. „Bei der Beseitigung der Mängel kooperieren aber einige der Firmen nicht so, wie wir uns das wünschen würden.“

Die schleppenden Nacharbeiten führten zu erheblichen Verzögerungen bei Folgegewerken. Weil die Abdichtung des Untergeschosses undicht sei, könne etwa nicht mit dem Innenausbau der unteren Sporthalle begonnen werden, so Heiner. Auch bei den Außenanlagen gebe es einen erheblichen Verzug, weil andere Arbeiten nicht abgeschlossen seien. Bei gravierenden Pflichtverletzungen könnten Verträge gekündigt und andere Firmen beauftragt werden. Zeit lasse sich damit nicht gewinnen. Die Situation sei unerfreulich, das Baudezernat bedauere es, dass kein Einzugstermin genannt werden könne, so Heiner. Doch solle das Gebäude ohne Mängel übergeben werden.

Für Kinder, Lehrkräften und Eltern ist die Situation äußerst unbefriedigend. Zwei Jahre ist der Umzug nun schon überfällig. Wahrscheinlich werde es Herbst, bis die Schule wieder an ihren alten Standort zurückkehren könne, sagt die Vorsitzende des Elternbeirats, Leonie Kling, „aber vielleicht müssen wir sogar noch einen Winter in den Containern verbringen“. Viele Kinder hätten ihre komplette Grundschulzeit in dem Ausweichstandort an der Seehofstraße verbracht. Dass es keinen Rückzugstermin gebe, sei insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie untragbar.

Elisabeth Wild vom Elternbeirat fordert in einem Schreiben „die umgehende Installation adäquater Sanitäranlagen in der Containeranlage – für eine bessere Hygiene“. Es fehlten etwa Waschbecken und warmes Wasser. Auch müssten Luftfilter in allen Klassenräumen montiert und die Heizungsanlage überarbeitet werden, da die Schule jetzt länger als gedacht ausgelagert bleibe. „Zwingend nötig“ ist laut Wild zudem eine Basis-Digitalausstattung mit WLAN, digitalem Whiteboard, Fernseher mit Videokamera und Mikrofon in allen Klassen.

Darauf wird die Schulgemeinde warten müssen. Geplant sei flächendeckendes WLAN und eine neue digitale Vollausstattung zwar für dieses Jahr, jedoch am Standort am Lettigkautweg, sagt Azfar Kahn vom Bildungsdezernat. Um der Schule bis dahin einen reibungslosen Distanz- und Hybridunterricht zu ermöglichen, werden am Interimsstandort LTE-Sticks und Router zur Verfügung gestellt. Den Bedarf könne die Schule über das Medienzentrum Frankfurt mitteilen.

Für Ausstattung mit Kameras, Headsets und Mikrofonen sei Ende 2020 das Budget aller Schulen um einen IT-Zuschuss von jeweils 1000 Euro erhöht worden, so Khan. Sollte die Mühlbergschule zusätzlichen Bedarf haben, „finden wir auch hier eine gemeinsame Lösung, um den Interimsstandort zusätzlich auszustatten, bis der Umzug in das sanierte Schulgebäude erfolgt“.

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