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Vom Entree des Metzlerparks laufen Passanten und Passantinnen quer über die Straße, um zum Main zu gelangen. Die Fußgängerampeln sind vielen zu weit weg.
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Vom Entree des Metzlerparks laufen Passanten und Passantinnen quer über die Straße, um zum Main zu gelangen. Die Fußgängerampeln sind vielen zu weit weg.

Sachsenhausen

Kein neuer Überweg am Schaumainkai in Sachsenhausen

  • VonStefanie Wehr
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Die Grünen im Ortsbeirat 5 scheitern erneut mit einem Antrag zum Schaumainkai. Sie wollten auch den Radweg verbreitern und das Tempo limitieren.

Den Schaumainkai zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke auf jeweils eine Fahrspur in jede Richtung begrenzen, den Radweg verbreitern, das Tempo limitieren und einen neuen Fußgängerüberweg schaffen: Das wünschen sich die Grünen im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen). Sie ließen zuletzt nicht locker, diese Idee dem Rest des Gremiums schmackhaft zu machen, scheiterten jetzt aber zum zweiten Mal mit ihrem Antrag.

Der Schaumainkai zwischen Museumsufer und Main, mit dem alten Baumbestand und Blick auf die Skyline, ist vielbefahrene Durchgangsstraße und trennt den Stadtteil vom Mainufer. Weil die Straße mehrspurig ist, „lädt sie zum Rasen ein“, findet Antragstellerin Angelika von der Schulenburg. Sie sei zwar eine der schönsten Straßen im Stadtteil, aber leider gebaut wie eine Autobahn. Deshalb sollte auf dem Schaumainkai Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit gelten, es sollten möglicherweise Schwellen eingebaut werden und die Straße nur noch zweispurig statt dreispurig sein.

Würde der Schaumainkai – so wie zwischen Schweizer Straße und Friedensbrücke – zweispurig, könnte er auch für Fußgänger:innen sicherer umgestaltet werden, so die Grüne. Denn es gebe zu wenige Überwege. Gerade am Ausgang des Metzlerparks vermissten viele Menschen eine Fußgängerampel. „Ich beobachte oft, und bin mehrfach darauf angesprochen worden, dass an dieser Stelle viele einfach über die Straße laufen. Gegenüber ist die Rampe, über die man mit Kinderwagen, Rollator oder Fahrrad hinab zum Main kommt.“ Niemand laufe extra vor bis zur Ampel an der Untermainbrücke.

Von der Schulenburg verwies auf Amsterdam: Dort würden Fußgängerüberwege dort eingerichtet, wo die Leute sowieso natürlicherweise laufen. Die Verbindung vom Stadtteil Sachsenhausen, den Parks und Museen über den Schaumainkai zum Mainufer ist offenkundig für viele Menschen eine natürliche und wichtige Wegebeziehung.

„Wir hatten doch abschließend diskutiert, dass es genug Überwege gibt“, kommentierte Martin-Benedikt Schäfer, Fraktionschef der CDU. „Die Ampel an der Untermainbrücke ist nur etwa 50 Meter entfernt.“ Schwellen und Tempo 30 halte er für eine schlechte Idee, weil der Schaumainkai eine Bundesstraße sei. „Sie sollte als Hauptverkehrsader frei befahrbar bleiben.“ Sonst drohe die Gefahr, dass Autofahrer und -fahrerinnen auf die Nebenstraßen ausweichen, wie zu Zeiten, als der nördliche Mainkai gesperrt war. „Das will keiner.“

Der Durchgangsverkehr solle doch gerade aus dem Stadtteil herausgehalten werden, entgegnete von der Schulenburg. Das sei aber so schnell nicht möglich, argumentierte Jan Binger (SPD): „Wo soll der Verkehr denn langfahren?“ So lange es kein übergreifendes Konzept gebe, wie der Pendelverkehr aus Frankfurt reduziert werden kann, müssten die Autos irgendwo fahren können – und das am besten auf den Hauptverkehrsstraßen wie dem Schaumainkai. „Wir können nicht pauschal alles dichtmachen.“

Beides sollte möglich sein, fand Knut Dörfel (Die Linke), wenn man das Problem lösungsorientiert betrachte: „Der Verkehr soll fließen, aber die Menschen, die über die Straße gehen, müssen geschützt werden.“

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