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Ideen zur Schweizer Straße

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Von: Stefanie Wehr

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Der Schweizer Platz und die Schweizer Straße sollen fußgänger - und radfahrerfreundlicher werden.
Der Schweizer Platz und die Schweizer Straße sollen fußgänger - und radfahrerfreundlicher werden. © Rolf Oeser

Die Stadt plant für November eine Aktionswoche zur Umgestaltung der Einkaufsmeile und des Schweizer Platzes. Dann sollen alle Menschen im Stadtteil Vorschläge, Meinungen und Bedenken mitteilen können.

Der Schweizer Platz und die Schweizer Straße werden umgestaltet – und alle sollen mitreden. Vom 7. bis 13. November soll eine Aktionswoche Anwohner:innen und Nutzer:innen der Einkaufsstraße dazu einladen, ihre Vorschläge, Meinungen und Bedenken mitzuteilen.

Wolfgang Siefert und Ulrike Gaube vom Mobilitätsdezernat, stellten die geplante Bürgerbeteiligung am Freitag im Ortsbeirat 5 vor. Am Dienstag, 8. November, ist eine öffentliche Info-Veranstaltung für alle Interessierten an der Freiherr-vom-Stein-Schule geplant, bei der die Machbarkeitsstudie und die bereits gesetzten Vorhaben zur Umgestaltung nochmals kommuniziert werden. Die Studie wurde vergangenen Dezember öffentlich vorgestellt, damals konnten wegen Corona nur wenige teilnehmen.

Gesetzt ist etwa, dass die Straßenbahnhaltestelle in die Mitte des Schweizer Platzes verlegt wird und Fahrradwege auf der Schweizer Straße eingezeichnet werden. Die Stadt will sämtliche Bäume erhalten und mehr Ladezonen einrichten. Der Kreisverkehr soll nur noch eingeschränkt nutzbar sein, Autos sollen in Nord-Süd-Richtung durch die Mitte des Platzes fahren.

Die Stadt hat die Kommunikationsagentur BBC mit der Durchführung der Aktionswoche beauftragt. Während der Woche sollen Ansprechpartner:innen des Verkehrsdezernats in einem noch nicht benannten leeren Ladenlokal an der Schweizer Straße zugegen sein, Fragen beantworten und Anregungen entgegennehmen. Dort wird eine Ausstellung mit Info zur Umgestaltung eingerichtet. Ab Mitte Oktober können Bürger und Bürgerinnen zudem per E-Mail an schweizerstrasse@stadt-frankfurt.de oder telefonisch unter 9 00 28 88 22 Ideen geben. Zudem ist die Beteiligung online über das Portal Frankfurt fragt mich auf www.ffm.de möglich.

Bis Ende November werden die Eingaben gesammelt und dann in einem „Ergebnisdokument“ zusammengefasst. Dieses wird den Planern zugeschickt. „Wenn die Büros dann ihre Entwürfe beim Wettbewerb einreichen, kann man direkt sehen, wie die Vorschläge der Bürger umgesetzt wurden“, so Gaube.

Nach der Umgestaltung sollen Schweizer Straße und Platz fußgänger- und radfahrerfreundlicher sein, die Straße soll aber weiterhin Autos als Durchgangsstraße dienen. Das primäre Ziel sei „mehr Aufenthaltsqualität“ auf Sachsenhausens wichtigster Einkaufsstraße, so die Referenten.

Mitglieder des Ortsbeirats begrüßten die Aktionswoche, gaben aber zu bedenken, dass eine Woche zu kurz sei, um Infos aufzunehmen und in der kurzen Zeit Bedenken und Ideen mitzuteilen. „Die Machbarkeitsstudie sollte in den kommenden Wochen kommuniziert werden“, sagte SPD-Chef Jan Binger. „Sonst haben die Leute vielleicht falsche Hoffnungen und machen Vorschläge, die nicht umsetzbar sind.“

Jochem Heumann, Vorsitzender der CDU Sachsenhausen, warnte davor zu glauben, am Schweizer Platz entstünde „das Paradies auf Erden“. Wenn der Kreisel wegfalle, werde der Verkehr in die umliegenden Straßen verdrängt, was die Machbarkeitsstudie explizit erwähne. „Die Sachsenhäuser wollen ganz sicher nicht mehr Verkehr vor ihrer Haustür haben.“

Anwohnende werden per Post über die Aktionswoche informiert. Die Ergebnisse sollen nächsten Sommer vorliegen.

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