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Zapfhähne an der Theke eines Restaurants. (Symbolbild)

Sachsenhausen

Hygienemängel und Betrug - Frankfurter Ordnungsamt schließt zwei Lokale

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Eine Gaststättenkontrolle in Sachsenhausen bringt massive Hygienemängel und Betrug ans Licht.

Bei einer gemeinsamen Gaststättenkontrolle des Frankfurter Ordnungsamtes und der Polizei am vergangenen Wochenende in Sachsenhausen, haben die Kontrolleure eigenen Angaben zu Folge teils eklatante Hygienemängel sowie eine ganze Reihe weiterer Verstöße gegen Gesundheits- oder Strafvorschriften festgestellt. Von den insgesamt elf kontrollierten Gaststätten seien lediglich bei drei keine Mängel festgestellt worden.

Ein Lokal in der Rittergasse musste nach Darstellung von Polizei und Ordnungsamtes aufgrund gravierender Hygienemängel und starken Ungezieferbefalls noch am Samstagabend geschlossen werden. Im Ziegelhüttenweg wurde eine Shisha-Bar geräumt, nachdem eine Kohlenmonoxid-Messung gesundheitsgefährdende Konzentrationen in der Luft nachgewiesen habe. Auch außerhalb des Lokals seien an einem Abluftrohr deutlich überhöhte Werte gemessen worden - nach Angaben der Kontrolleure so hoch, dass sie auf der Skala des Messgeräts nicht mehr angezeigt werden konnten.

Strafanzeigen wegen Betrugsverdacht

In der gleichen Shisha-Bar sollen zudem ebenfalls erhebliche Hygienemängel festgestellt worden sein. Zudem sei bei drei Geldspielautomaten die Betriebserlaubnis ausgelaufen gewesen. Gegen den Betreiber der Gaststätte soll nun ein Gewerbeuntersagungsverfahren eingeleitet werden.

Bei zwei anderen Betrieben wurden Strafanzeigen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen. In der Klappergasse sei mutmaßlich günstiger Wodka in Markenflaschen umgefüllt und anschließend teuer verkauft worden. In der Gaststätte sei zudem ein Mitarbeiter angetroffen worden, der sich illegal in Deutschland aufgehalten habe. Dieser wurde festgenommen und in die Haftzellen des Polizeipräsidiums gebracht. Die Ermittlungen dauern an. In der Straße Kleine Rittergasse soll ein anderer Betreiber günstiges Bier an die Zapfanlage angeschlossen, es seinen Gästen jedoch als teures Markenbier verkauft haben.

In weiteren Lokalen seien hingegen nur kleinere Hygienemängel sowie fehlende Aushänge zum Jugendschutzgesetz festgestellt worden. Zudem sei in einigen Lokalen das Nichtraucherschutzgesetz nicht eingehalten worden.

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