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Geld für Kunstsäule am Brückenspielplatz

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Von: Stefanie Wehr

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Die Litfasssäule an der Brücken- / Gutzkowstraße zeigt drei Mal im Jahr verschiedene Kunstwerke.
Die Litfasssäule an der Brücken- / Gutzkowstraße zeigt drei Mal im Jahr verschiedene Kunstwerke. © christoph boeckheler*

Die Lifasssäule am Brückenspielplatz in Sachsenhausen kann auch künftig Kunst zeigen. Das Projekt wurde durch Spenden der Grünen-Stadtteilgruppe Sachsenhausen gesichert.

Die Grünen-Stadtteilgruppe Sachsenhausen hat Geld zusammengelegt, um die fehlenden 1000 Euro für die Finanzierung der Kunstsäule am Brückenspielplatz zu sammeln. Der Betrag soll die Summe ausgleichen, die der zuständige Ortsbeirat 5 bisher aus dem eigenen Budget spendete und die das Gremium für dieses Jahr um die Hälfte gekürzt hat, um andere Projekte mitfinanzieren zu können.

„Wir sind enttäuscht darüber, dass die Summe gekürzt werden soll. Daher gleichen wir den fehlenden Betrag für das Kulturprojekt aus“, erklärt Brigitte Abraham vom Vorstand der Grünen in Sachsenhausen. „500 Euro kommen von der Stadtteilgruppe, weitere 500 Euro wurden von einem anonymen Spender überwiesen“, erklärt sie.

Bislang förderte der Ortsbeirat die Kunstsäule mit 2000 Euro jährlich. Aber: „Wir lehnen Dauerförderungen durch den Ortsbeirat grundsätzlich ab“, sagt SPD-Fraktionschef Jan Binger. „Nach Rücksprache mit dem Kulturdezernat halten wir die geringere Förderung für ausreichend.“ Auch das Frankfurter Kulturamt fördert die mit Kunst bespielte Litfaßsäule an der Ecke von Brückenstraße und Gutzkowstraße.

Die Kunstsäule sei ein wichtiger öffentlicher Ort, der einen direkten Zugang zu Kunst ermögliche, so die Grünen. Zuvor hatte sich Mirjam Schmidt, Landtagsabgeordnete für den Frankfurter Süden und Sprecherin für Kunst und Kultur der Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag, für den Erhalt der Kunstsäule eingesetzt. Florian Koch, Kurator der Kunstsäule, freut sich über die Spenden. Seit 2017 zeigen er und der Künstler Daniel Hartlaub mit verschiedenen Partnern zeitgenössische Kunst auf der Säule. 2021 wurde das Projekt allerdings nicht gefördert. „Es ist erfreulich, dass die Kunstsäule nicht nur verbal gelobt wird und ihr bescheinigt wird, wie wichtig sie ist, sondern dass sich dies auch in einer finanziellen Zuwendung ausdrückt“, so Koch. Gerade in der Pandemie sei ein solcher Ort, wo man draußen und ohne Zugangsbeschränkung Kunst genießen kann, enorm wichtig.

Die Kunstsäule wechselt dreimal im Jahr ihre Aufmachung. Derzeit ist die Arbeit „Digital Smear“ von Ellen Akimoto zu sehen. Am Freitag, 1. April, wird die neue Schau eröffnet, die bis zum Sommer bleibt. Der Frankfurter Künstler Gerhard Lienemeyer wird die Säule bespielen. Vernissage ist um 19 Uhr.

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