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Die Bänke auf dem Adlhochplatz in Sachsenhausen wurden vor kurzem abmontiert.

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Sachsenhausen: Erneut Demo auf Adlhochplatz

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Die Arbeiterwohlfahrt gibt den Kampf um die Bänke für den Adlhochplatz nicht auf. 

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsenhausen demonstriert am Samstag, 30. März, von 10 bis 13 Uhr wieder auf dem Adlhochplatz. Diesmal dafür, dass die Bänke wieder aufgestellt werden, sie sammeln zudem Unterschriften. Vergangene Woche waren die Bänke abmontiert worden. Die AWO plädiert dafür, dass andere Lösungen für die Lärmprobleme an den Wochenenden gefunden werden. Sie schlagen etwa einen Nachtbürgermeister, verstärkte Polizeipräsenz, mehr Jugendsozialarbeit, eine Einschränkung des Alkoholverkaufs und Öffnungszeiten des Supermarkts vor.

Die SPD im Ortsbeirat 5 hatte sich ebenfalls gegen den Abbau der Bänke ausgesprochen. In der vergangenen Sitzung hatten sie zudem einen Antrag eingebracht, ein generelles Konzept gegen nächtliche Lärmbelästigungen im gesamten Ortsbezirk zu erarbeiten. Dieser wurde von der Koalition aus CDU, Grünen und FDP abgelehnt.

„Immer wieder kommen Bürger auf uns zu, die sich über nächtlichen Lärm in ihrer Nachbarschaft beklagen“, sagt die Fraktionsvorsitzende Rosita Jany. Das betreffe nicht nur öffentliche Plätze sondern auch Wege und Bänke. Es könne nicht sein, dass einzelne Anträge keine Wirkung zeigten und vom Magistrat oft auch noch unbefriedigend beantwortet würden. „Dass das Ordnungsamt keine Kapazitäten haben soll, ist nicht länger hinzunehmen.“ Die Stadt müsse zudem Sozialarbeiter einstellen, die kritische Punkte in den Stadtteilen auch nach 22 Uhr aufsuchen, sagt Janys Stellvertreter Jan Binger.

Konzept für Anwohner

Parteikollege Thomas Murawski meint: „Unser Antrag wäre eine gute Möglichkeit gewesen, dass die betroffenen Ämter um Ordnungsdezernent Markus Frank endlich ein wirksames Konzept erarbeiten, um Anwohner zu schützen.“ Unter der Mitarbeit des Frankfurter Präventionsrates und der Wohnungsbaugesellschaften wäre sicher ein zukunftsfähiges Konzept entstanden, dass auf die ganze Stadt hätte angewandt werden können. „CDU, Grüne und FDP haben eine einmalige Chance vertan.“

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