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Fritz-Kissel-Siedlung wächst nach oben

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Nassauische Heimstätte errichtet in Frankfurt-Sachsenhausen 82 Wohnungen, indem sie 50er-Jahre-Gebäude aufstockt. Sie setzt dabei auf vorgefertigte Holzmodule.

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt beginnt am 22. September offiziell mit der Aufstockung von 14 Gebäuden in der Sachsenhäuser Fritz-Kissel-Siedlung. Bis Frühjahr 2021 will die größtenteils dem Land Hessen gehörende Wohnungsbaugesellschaft in der 50er-Jahre-Siedlung 82 neue Mietwohnungen schaffen, indem sie ihre Gebäude an der Breslauer Straße und der Mörfelder Landstraße jeweils um ein Geschoss, ihre Gebäude am Ziegelhüttenweg jeweils um zwei Geschosse ergänzt. Die Wohnungsgesellschaft rechnet mit Kosten von rund 32 Millionen Euro.

Zwölf Sozialwohnungen und zehn Wohnungen des zweiten Förderwegs, die sich an Haushalte mit mittleren Einkommen richten, entstehen. Die frei finanzierten Wohnungen sollen für etwa 13,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

Erstmals arbeitet die Nassauische Heimstätte dabei mit vorgefertigten Modulen in Holzbauweise. Auf Holzmodule hatte schon die städtische Wohnungsgesellschaft ABG bei der Aufstockung der Platensiedlung gesetzt. Nach dem Abbau der bestehenden Dächer sollen die Neubauteile auf die Gebäude gesetzt werden. Das gehe viel schneller als bei einer konventionellen Aufstockung, heißt es beim Bauherrn.

„Wir schaffen hier dringend benötigten Wohnraum in einem der beliebtesten Frankfurter Stadtteile“, sagt Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte. Auch die bisherigen Mieterinnen und Mieter profitierten von den Arbeiten, betont ihr Geschäftsführerkollege Constantin Westphal. So erhielten die Hausfassaden und die Wände in den Treppenhäusern einen neuen Anstrich, die Wohnungstüren und die Regen- und Abwasserleitungen würden erneuert. Die Grünanlagen sollen neu gestaltet, die Müllplätze erneuert werden. 187 zusätzliche Fahrradstellplätze entstehen, zum Teil in abschließbaren Boxen. Anstelle eines Garagenhofs baut die Nassauische Heimstätte ein Parkhaus mit 52 Stellplätzen für Autos und drei Ladesäulen für Elektroautos. Ein Angebot für Leihfahrräder und Car-Sharing soll entstehen.

In der Siedlung kommen die Pläne nicht nur gut an. Kritik gab es etwa an der Fällung von 24 Bäumen, die die Nassauische Heimstätte mit einer neuen Feuerwehrzufahrt begründet hatte, und dem Wegfall von Stauraum auf den Dachböden.

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