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Ärger über Müll und Zerstörung: Zaun soll Park vor Verwahrlosung schützen

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Der Metzlerpark soll nachts künftig nicht mehr zugänglich sein. christoph boeckheler
Der Metzlerpark soll nachts künftig nicht mehr zugänglich sein. christoph boeckheler © christoph boeckheler*

Der Metzlerpark soll mittels Einfriedung vor Verwahrlosung geschützt werden, fordert der Ortsbeirat. Zunächst wird die Grünanlage von Sicherheitsleuten bestreift.

Frankfurt – Der Metzlerpark zwischen dem Museum Angewandte Kunst und dem Weltkulturen-Museum soll einen Zaun erhalten. Nachts soll der Park nicht mehr zugänglich sein. Das hat der Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) in Frankfurt angeregt, weil es immer mehr Beschwerden über Müll, Graffiti und Zerstörungen gab, die vor allem im Sommer ausgeufert sind.

Die Stadt sagt zu, dass der Zaun mittelfristig in Erwägung gezogen wird – die Kosten sind schon berechnet worden: 700 000 Euro zuzüglich der Folgekosten wird die Stadt dafür ausgeben müssen. Darin noch nicht enthalten ist beispielsweise der Schließdienst, der täglich auf- und zusperrt, ähnlich wie beim Bethmannpark im Nordend.

Frankfurt: Metzlerpark um Flächen des Welkulturen-Museums vergrößert

Der öffentliche Park mit großen, alten Bäumen und Kunstdenkmälern wurde 2020 offiziell um die Gartenflächen des Weltkulturen-Museums vergrößert. Auch deshalb soll das Kleinod vor der Verwahrlosung geschützt werden, fordern die Stadtteilpolitiker. Am besten, bevor der Sommer kommt.

Der Metzlerpark liegt in der Verwaltung des Kulturamts, obwohl er längst dem Grünflächenamt hätte überantwortet werden sollen. Die Abstimmung über den Zaun und andere Maßnahmen, um den Park zu sichern, erfolgt aber bereits ämterübergreifend, sagt die Leiterin des Kulturamts, Sybille Linke. Bei einer Begehung waren kürzlich neben Fachleuten vom Kultur- und Grünflächenamt auch Abgesandte des Präventionsrats dabei sowie Eva Raabe, Direktorin des Weltkulturen-Museums, und Matthias Wagner K, Direktor des Museums Angewandte Kunst.

Frankfurt: Lage im Museumspark „witterungsbedingt ruhig“

„Witterungsbedingt ist es im Museumspark momentan recht ruhig. Mit steigenden Temperaturen wird aber die Nutzung des Parks wieder intensiver werden, und damit einhergehend leider auch die Probleme“, sagt Linke. Ein Zaun solle mittelfristig zum Einsatz kommen, um „die nicht hinnehmbare Situation – Vandalismus, Dealerei, Übernachtungen, Lärm, Vermüllung – in den Griff zu bekommen“. Auch Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bekräftigte in der Fragestunde des Stadtparlaments, die Stadt habe „ein hohes Interesse daran, den Zustand vor Ort erheblich zu verbessern und insbesondere künftig einer weiteren Verwahrlosung des beliebten Parks vorzubeugen“.

Wie genau ein Zaun aussehen könnte, ist noch nicht klar. Zunächst sollen nach Bedarf ab Frühjahr wieder regelmäßig Parkwächter im Einsatz sein. Die Sicherheitsleute waren schon vergangenes Jahr bis Mitte Oktober unterwegs. „Sofern es notwendig ist, werden wir ab dem Frühjahr wieder bestreifen“, so Linke. Außerdem wurden vor kurzem Schilder mit der Parkordnung aufgestellt. Größere Mülleimer sollen bald folgen.

Auch der Verein Freunde des Museumsparks, der sich um die Wiesen kümmert, befürwortet eine Einfriedung. Die Mehrheit der Mitglieder begrüße die Einzäunung, „vorausgesetzt, der Zaun ist hoch genug, damit er tatsächlich zum Schutz des Parks und zur Sicherheit beiträgt“, sagt der Vorsitzende Werner Kühlbrandt. „Es gibt aber auch Mitglieder, die auf dem Standpunkt stehen, dass öffentliche Parks jederzeit frei zugänglich sein sollten.“ (red)

Das Müllproblem in den Parks in Frankfurt sorgt insgesamt für großen Ärger.

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