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Der Kreisverkehr soll sicherer und benutzerfreundlicher werden.

Sachsenhausen

Diskussion um Holbeinkreisel

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Der Holbeinkreisel im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen soll barrierefrei werden. Die Anwohner fordern Radwege.

Anwohner und Ortsbeiratsmitglieder sehen noch Optimierungsbedarf bei der Realisierung des Holbeinkreisels. Dieser soll den Verkehr übersichtlich regeln, wo Burnitz-, Hedderich-, Holbein- und Oppenheimer Landstraße aufeinander treffen.

Der Kreisverkehr soll barrierefrei werden, die Sicherheit erhöhen und Umwege vermeiden, sagt Michael Wejwoda vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Und Lärm mindern, denn die Fahrbahndecke werde saniert und glatter, auch die Gehwege werden erneuert.

In der Sitzung des Ortsbeirat 5 am Freitag stellt er das Konzept vor, das schon lange geplant ist. Die ovale Mittelinsel soll begrünt werden. Im Frühjahr oder Sommer 2021 will man mit den Bauarbeiten beginnen. Beschlossen ist das Projekt bereits.

Neu sei die Idee, einen direkten Fußweg über den Kreisel anzulegen, denn wahrscheinlich werde sich sowieso ein Trampelpfad bilden, vermutet Wejwoda. Zebrastreifen wird es an dieser Stelle nicht geben, sagt er auf Nachfrage des Gremiums. Aber an allen Zufahrten.

Rund 13 000 Autos befahren pro Tag den Bereich, sowie 300 Lastwagen und 1700 Radfahrer, sei bei einer Zählung im Mai herausgekommen. Anwohner und Ortspolitiker weisen darauf hin, dass der Verkehr in Sachsenhausen seit der Sperrung des nördlichen Mainufers im August zugenommen habe und die Rechnung nicht mehr stimme. Inwieweit sich der Verkehr verlagert habe, sei noch nicht bekannt, sagt Wejwoda.

Er vermutet keine große Erhöhung. Außerdem sei der Kreisel für bis zu 20 000 Fahrzeuge ausgelegt. Aber man werde es nachprüfen.

Zudem fehlen einigen Zuhörern Radwege. Radfahrstreifen seien im Kreisverkehr gar nicht zulässig, sagt Wejwoda. Mischverkehr habe sich als sichere Führung erwiesen, Radler und Autofahrer fahren mit ähnlichem Tempo, (30 Kilometer pro Stunde) und dürfen nicht überholt werden. Gesche Oppenheimer von der Initiative Radentscheid bezweifelt allerdings, dass Autofahrer Rücksicht nehmen, hier sollte man eine andere Lösung finden.

Kritisiert wird zudem, dass Rechtsabbiegen von der Holbeinstraße in die Burnitzstraße immer noch nicht möglich sei, und Autofahrer sicherlich unerlaubt abbiegen. Man könnte einen Bypass einrichten, der die Rechtsabbieger am Kreis vorbeileitet, sagt Wejwoda.

Was mit der alten Plantane am Wasserhäuschen passiere, möchte eine Anwohnerin wissen. Auch ihre Wurzeln dürften nicht beschädigt werden. Den Baum werde man erhalten, genauso wie die meisten Parkplätze.

Hintergrund für die Kreiselplanung ist der neue Campus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Süd, weswegen die Textor- zwischen Holbein- und Oppenheimer Landstraße zur Sackgasse wird. Die Haltestelle des 78er Bus verlegt die Stadt an die Oppenheimer Landstraße, da dieser aber so nicht durch den Knotenpunkt kommt, musste sie umplanen.

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