Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

An geeigneten Stellen sollen mehr kostenpflichtige Parkplätze entstehen.
+
An geeigneten Stellen sollen mehr kostenpflichtige Parkplätze entstehen.

Ortsbeirat 5

Den Raum richtig aufteilen

  • VonStefanie Wehr
    schließen

Der Ortsbeirat 5 fordert ein Gesamtkonzept für die Bewirtschaftung der Stellplätze im Frankfurter Süden.

Geht es der neuen Koalition aus CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat 5 darum, Fußgänger gegenüber Autofahrern zu benachteiligen? Der Vorwurf, jüngst geäußert von der Grünen-Opposition, kam in der Sitzung am Freitag erneut auf. Anlass war ein Antrag der SPD, die ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für den gesamten Ortsbezirk 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) fordert.

Unter Berücksichtigung der Belange von Anwohner:innen und des lokalen Einzelhandels sollen an geeigneten Stellen vorhandene Parkplätze kostenpflichtig werden. Damit sind im Ortsbeirat alle d’accord. Gar nicht gut kam aber der Satz an: „Für Fußgänger soll wenn möglich eine Restbreite von eineinhalb Metern auf Bürgersteigen zur Verfügung stehen“. Dieser Satz impliziere, dass mancherorts diese Mindestbreite sogar unterschritten werden könne, wenn es nicht anders möglich sei, monierte Sophie Gneisenau-Kempfert (Grüne): „Wenn das so formuliert ist, ist es ein Freifahrtsschein für die Stadt, den ohnehin zu geringen Platz für Fußgänger weiter einzuschränken.“

An vielen Stellen sei das bereits der Fall und die Stadt kümmere sich nicht darum, etwa in der Brückenstraße, wo der schmale Gehweg von Autos zugeparkt werde. Das sei so nicht richtig und auch nicht die Intention des Antrags, entgegnete die Antragstellerin Petra Korn-Overländer. Gefordert werde ein Gesamtkonzept, in dem auch Fußgänger:innen Beachtung finden sollten. „Es ist wichtig, dass wir den Antrag so bald wie möglich stellen, denn wir müssen damit endlich vorankommen“, so die stellvertretende Ortsvorsteherin. Der Fraktionschef der Linken, Knut Dörfel fand den Satz ebenfalls unglücklich. „Fußgänger werden kaum geachtet und an den Rand gedrängt.“ Gehwege dürften nicht schlechter gestellt werden als Autostraßen.

Der Antrag wurde nicht geändert und in der Urfassung mit den Stimmen der Koalition verabschiedet. Gefordert wird, die Erfahrungen der Parkraumbewirtschaftung im Pilotprojekt in Bornheim mit einzubringen. Dort wurden Anfang 2020 zunächst zur Probe die erste von vier Zonen mit Automaten ausgestattet. Drei Zonen folgten nacheinander im vergangenen Jahr. Dort sind kostenlose Stellplätze seitdem abgeschafft. Ziel ist es, dass Pendler und Langzeitparker die Parkplätze nicht mehr blockieren, Anwohnenden soll die Parkplatzsuche erleichtert werden. Ebendies sei gerade im Frankfurter Süden auch wünschenswert, argumentiert die SPD. Denn etliche Parkplätze an Wohnstraßen in Niederrad und Sachsenhausen würden von Langzeitparkenden, die während des Urlaubs ihr Auto in Flughafennähe abstellen, wochenlang blockiert. Gleiches passiert bei Veranstaltungen im Stadion.

Zudem seien Anwohnende rund um die Uniklinik in Niederrad betroffen, weil Mitarbeiter:innen, Besucher:innen und Patient:innen der Uniklinik rund herum in den Straßen ihre Autos abstellen. Ein einheitliches Konzept für die südlichen Stadtteile soll Möglichkeiten erarbeiten, um dies zu verhindern. Denn Anwohnerparken löse das Problem nicht. Dennoch sollen freie Flächen übrig bleiben, heißt es im Antrag: Gebeten wird um ein „ausgewogene Maß an Anwohnerparken und freien Flächen“ sowie mehr kostenpflichtige Parkplätze an geeigneten Stellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare