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Deftiges am Schaumainkai

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Von: Sabine Schramek

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Das prominente Gasthaus Zum Eisernen Steg hat mit dem neuem Betreiber Markus Hanson (r.) und Koch Jan Tiedemann neu eröffnet.
Das prominente Gasthaus Zum Eisernen Steg hat mit dem neuem Betreiber Markus Hanson (r.) und Koch Jan Tiedemann neu eröffnet. © rüffer

Das prominente Gasthaus Zum Eisernen Steg hat wieder geöffnet. Markus Hanson und sein Koch Jan Tiedemann bieten in den urigen Räumlichkeiten am Schaumainkai 1 Deftiges und selbst kreierte Gerichte. Die beiden Mainzer sind bereits erfahrene Gastronome.

Markus Hanson (55) hat Humor. „Eigentlich wollten wir schon im Februar aufmachen, aber mit Handwerkern ist das eben so eine Sache“, sagt der Gastronom und grinst. Gemeinsam mit dem Koch Jan Tiemann (36) hat er sich einen Herzenswunsch erfüllt. Die beiden Mainzer wollten unbedingt ein Lokal in Frankfurt eröffnen und haben es geschafft. Der alte Charme des Gasthauses Zum Eisernen Steg am Schaumainkai 1 ist geblieben. Der Holzboden ist abgeschliffen und strahlt jetzt hell in dem urigen Raum voller Holzbalken. „Die Küche ist neu und modern. Die Lampen sind neu, das antike Buffet ist natürlich geblieben“, so Hanson, der Medizin studiert hat und bereits ein Lokal in Mainz und Wiesbaden hatte.

Familie Nagel hatte Jahrzehnte lang das Lokal geführt. Nach einem Todesfall wurden neue Pächter gesucht und gefunden. „Die Anzeige stand sechs Stunden im Netz. Und wir hatten Glück“, sagen die beiden Männer. Tiemann hat Wirtschaftswissenschaften studiert. „Nebenbei habe ich in Lokalen gejobbt, und das hat mir richtig gut gefallen“, sagt der Autodidakt, der „alles frisch und selbst zubereitet“. Weinkrautsuppe und Mat-jestatar, Frankfurter Grüne Soße, Schnitzel und Backhendl Wiener Art stehen ebenso auf der Karte wie Omas Rindfleischsalat, Nizzasalat oder Kaiserschmarrn.

„Das Fleisch kommt direkt aus Mainz-Kastell, die Tiere aus einer Genossenschaft im Westerwald“, sagt Tiemann, der es liebt, sich neue Rezepte anzusehen. „Dann gehe ich einkaufen, vergesse einiges, was ich gelesen hatte, und mache dann eine eigene Kreation, die ich so lange ausprobiere, bis sie so schmeckt, wie ich es mir vorstelle.“ Vieles hat er auch bei seiner Oma und seiner Mutter mitgenommen und gelernt.

Die Preise sind moderat, die Spezialitäten sind Entrecôte mit Bratkartoffeln und Kräuterbutter, Frankfurter Rippchen mit Apfelsauerkraut und Kartoffelpüree und Ochsenbrust mit Grüner Soße und Salzkartoffeln. Dazu gibt es Ebbelwei, Fassbier, feine Weine und jede Menge Säfte und Softdrinks, die man auch an Bistrotischen mit hohen Holzhockern genießen kann. „Hauptsache, alle fühlen sich wohl“, sind sich die beiden engagierten Männer einig.

Die früheren Stammkunden sind schon vorbeigekommen und freuen sich, dass das Lokal nach der langen Schließung wieder offen hat. „Es erinnert an früher und ist trotzdem neu. Das ist schön“, sagt ein Gast.

Hanson und Tiemann wollen die langjährige Tradition des Gasthauses fortsetzen und gleichzeitig moderne Gemütlichkeit mit guter Küche bieten. Erfahrung hat Hanson bereits in seinen Lokalen „Die Hütte“ in Wiesbaden und dem „Zum Goldenen Adler“ in Mainz gemacht. „Zehn Jahre lang habe ich in den 90er Jahren in Frankfurt gelebt. Es war Zeit, wieder in diese schöne Stadt zurückzukommen“, sagt er.

Das Gasthaus Zum Eisernen Steg am Schaumainkai 1 hat täglich außer montags von 12 bis 23 Uhr geöffnet. Informationen im Internet unter https://www.zes-ffm.de/

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