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David Eisenberger ist Sachsenhäuser durch und durch

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Von: Fabian Böker

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David Eisenberger inmitten des Brückenwall-Viertels.
David Eisenberger inmitten des Brückenwall-Viertels. © Rolf Oeser

David Eisenberger ist der Kopf hinter dem Brückenwall-Straßenfest. Das organisiert der Marketing-Fachmann seit 2007. Aktuell hat er mehr Zeit dafür, weil er ein Sabbatical macht.

Wenn man sich die berufliche Vita von David Eisenberger anschaut, fühlt man sich etwas erschlagen. Sie umfasst nicht weniger als 14 Stationen, was für einen 46-Jährigen nicht gerade wenig ist. Daher ist es vielleicht verständlich, dass er aktuell „einfach gar nichts macht“, wie er sagt, sondern ein Sabbatical. Oder, wie es korrekt heißt: ein freiwilliges Lückenjahr. Wobei: Dass er in diesem Jahr gar nichts macht, ist mehr als untertrieben.

In den vergangenen Monaten hat er sich – nach zwei Jahren Corona-Pause – wieder einem seiner Lieblingsprojekte gewidmet, dem Brückenwall-Straßenfest rund um die namensgebende Ecke aus Brücken- und Wallstraße. Das organisiert er seit 2007, am kommenden Samstag, 3. September, findet es wieder statt. Die Idee dazu kam ihm während einer seiner zahlreichen Arbeitsstationen, als er Teilhaber des Ladens „Conmoto“ in der Wallstraße war. Und diese Episode steht beispielhaft für Eisenbergers Leben und seinen Werdegang.

Denn „Conmoto“ war ein „Shop-in-Shop-Konzept“, Sneakerverkauf und Bar in einem. Eine Idee, entstanden im kreativen Prozess, so wie es der studierte Kommunikationsfachwirt in seinen vorherigen beruflichen Stationen im Marketingbereich gelernt hat. Er hatte weitere Ideen und wollte das Viertel beleben, so dass er das einst von der Jungen Union ausgerichtete Straßenfest wiederbelebte.

Und der Laden befand sich in Sachsenhausen – dem Stadtteil, „der mir ganz besonders am Herzen liegt“, so Eisenberger. Der gebürtige Frankfurter hat zwar die ersten 20 Jahre seines Lebens in Nied und Höchst verbracht und danach auch in Niederrad und – „darf man das überhaupt sagen?“ – in Offenbach gewohnt. Aber seit über zehn Jahren lebt er an der Schweizer Straße. Schon seine Schulzeit führte ihn nach Sachsenhausen, zur Freiherr-vom-Stein-Schule, wo er auch sein Abitur gemacht hat. Sein Freundeskreis war eigentlich immer hier verortet, hier trifft er beim Spaziergang fast jedes Mal Bekannte, hier fühlt er sich rundum wohl – „ich bin durch und durch Sachsenhäuser“.

Wenn er mal nicht durch den Stadtteil läuft und das Fest organisiert, verreist Eisenberger gerne, mal zum Skifahren, in zwei Wochen geht es mit seiner Freundin nach Italien. Er interessiert sich für Kunst und Architektur und liebt Musik, vor allem die elektronische. Viele seiner Freunde sind DJs oder Produzenten. Seine größte Leidenschaft gehört aber dem Fahrradfahren.

Er ist oft auf zwei Rädern unterwegs, bis Ende Januar war er zudem – nach Stationen im Marketing, in der Reisebranche und als Selbstständiger – sieben Jahre lang „Leiter Marketing & Kommunikation“  des Zweirad-Industrie-Verbands, der Interessensvertretung der deutschen Fahrrad- und E-Bike-Industrie. Als der Verband ankündigte, seine Zentrale von Bad Soden nach Berlin zu verlegen, zog Eisenberger die Reißleine und legte sein Sabbatical ein – denn von Frankfurt kommt er nicht los.

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