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Das Brückenviertel mit allen Sinnen erleben

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Von: Alexandra Flieth

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Unter dem Motto „Fünf Sinne“ stellt das Brückenviertel sich und seine Läden in der Ausstellungshalle Schulstraße 1A vor. Aroon Nagersheth (l.) und Josef Grunenberg vom Gewerbeverein.
Unter dem Motto „Fünf Sinne“ stellt das Brückenviertel sich und seine Läden in der Ausstellungshalle Schulstraße 1A vor. Aroon Nagersheth (l.) und Josef Grunenberg vom Gewerbeverein. © rüffer

Mit einer Gewerbeschau will der Gewerbeverein Brückenviertel die Viefalt des Quartiers präsentieren. Noch bis einschließlich Samstag, 9. Juli, gibt es Kunsthandwerk und Late-Night-Shopping.

Dayanna nimmt einen Pinsel zur Hand und zeichnet mit blauer Farbe gekonnt ein Blütenblatt auf den Rohling eines Bembels. Dafür sitzt sie in der Ausstellungshalle 1a in Sachsenhausen und ist mit ihren Ideen für ihre „artbembel“ Teil der dortigen Ausstellung „Brückenviertel – Mit allen Sinnen erleben“, die noch bis einschließlich kommenden Samstag, 9. Juli, zu sehen ist.

Es ist eine Gewerbeschau der besonderen Art, eine, auf der sich nicht nur Einzelhändler:innen und Kreative, die rund um die Brückenstraße ansässig sind, mit ihren Produkten vorstellen, sondern die den Gästen ermöglicht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Organisiert wird sie vom Gewerbeverein Brückenviertel. Für das Konzept der Schau und das dazugehörige Begleitprogramm hat der Verein den Förderpreis „Ab in die Mitte 2022 – die Innenstadt-Offensive“ gewonnen.

Eines der Gesichter des Brückenviertels ist Dayanna. Sie bemalt die für Frankfurt typischen Apfelweinkrüge, jedoch mit modernen Motiven: mal ist es die Skyline, mal der Eintracht-Adler oder eben ornamental – in Anlehnung an die traditionelle Blaumalerei. Die fertigen Bembel gehören zum Angebot des Apfelweinkontors in der Wallstraße 13. Zur Schau hat die Künstlerin zwei zusätzliche Rohlinge mitgebracht, die von Besuchern mit Pinsel und Farbe gestaltet werden können. „Ganz spontan, die Motive können sie selbst auswählen“, sagt sie. Die Rohlinge fertige sie nicht selbst an, sondern beziehe diese von der Töpferei Maurer aus der Wallstraße 5. Nachdem die Bembel bemalt seien, würden sie in der Werkstatt von Sandra Nitz gebrannt. Die Arbeitsräume der Keramikerin liegen nicht weit entfernt im Hof der Gutzkowstraße 10. Auch Sandra Nitz gehört zu jenen Kreativen, die sich in der Ausstellung vorstellen.

Auf dem Hof vor der Ausstellungshalle haben Aurélie Matschoss vom „L‚atelier des Tartes“ in der Kleinen Brückenstraße 3 und Josef Grunenberg vom Apfelweinkontor Stände aufgebaut. Aurélie Matschoss verteilt Kostproben von süßen und salzigen Tartes. Grunenberg, der mit Aroon Nagersheth zum Vorstand des Gewerbevereins Brückenviertel gehört, schenkt Apfelweinspezialitäten aus. Nagersheth ist einer der Künstler der Galerie „Brücke 54“.

Von den derzeit 25 Mitgliedern des Gewerbevereins beteiligen sich 22 an der Ausstellung. „Wir sind stolz darauf, dass wir das zusammen erleben dürfen“, sagt Grunenberg. Auch die Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) sowie die Landtagsabgeordnete Mirjam Schmidt (Grüne) schauten vorbei. Für Schmidt, selbst Sachsenhäuserin, ist das Brückenviertel eines, mit dem sie sich verbunden fühle. Sie sei sehr gerne Nachbarin. Stephanie Wüst beschreibt das Brückenviertel als „ein Juwel in unserer Stadt“, als Quartier mit Traditionsbetrieben und inhabergeführten Geschäften, als ein Treffpunkt für Kreative und als ein Ort, an dem nicht selten individuelle Trends gesetzt würden.

Die Schau in der Schulstraße 1a kann noch bis einschließlich Samstag, 9. Juli, täglich von 15 bis 19 Uhr besichtigt werden. Am Samstag lädt das Brückenviertel zu einem Late-Night-Shopping von 11 bis 22 Uhr ein. Und schon morgen wartet ab 15 Uhr die Bastel- und Malaktion „Bäume retten“ für Kinder auf der Spielwiese am Brückenspielplatz.

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