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Das Gebäude der Mühlbergschule am Lettigkautweg wird saniert.
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Das Gebäude der Mühlbergschule am Lettigkautweg wird saniert.

Sachsenhausen

Containeranlage der Mühlbergschule besser ausstatten

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Der Umzug der Mühlbergschule verzögert sich ein weiteres Mal, diesmal gibt es laut Stadt Lieferprobleme beim Baumaterial. Aufseiten der Eltern gibt es Redebedarf.

Der Umzug der Mühlbergschule zieht sich weiter hin. Nachdem sich die Arbeiten am alten Schulgebäude am Lettigkautweg schon mehrfach verzögert haben, gibt es laut Amt für Bau und Immobilien (ABI) jetzt zusätzlich Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialien. Die Containeranlage am Länderweg soll deshalb besser ausgestattet werden. Die Elterninitiative der Schule lädt die Verantwortlichen aus den Dezernaten und Vertreter des Ortsbeirats nach den Ferien zu einem runden Tisch ein.

Nach wie vor kann die Stadt keinen Termin nennen, wann die Grundschule ihr Ausweichquartier verlassen kann, in das sie vor vier Jahren gezogen ist. Noch immer seien „eine ganze Reihe von Gewerken offen,“ sagt der Sprecher des Baudezernats Günter Murr. Zudem gebe es neuerdings Lieferschwierigkeiten. Mehrere Baufirmen könnten nicht weiterarbeiten, da ihnen Material fehle, etwa Estrich und Holz. Wo es gehe, versuche das ABI bei Engpässen andere Werkstoffe einzusetzen, sagt Murr. Die Decke der Turnhalle, die mit Holz hätte verkleidet werden sollen, werde nun mit einem anderen Baustoff bestückt.

Da es keinen Zeitplan für einen Rückzug gibt, soll der Ausweichstandort verbessert werden. Beabsichtigt sei, einen zusätzlichen Sanitärcontainer aufzustellen, sagt Murr. Derzeit werde geprüft, wo dieser Platz finde. Die Schule hatte diesen gefordert, da die vorhandenen Toiletten wegen der Corona-Pandemie nicht ausreichten. Vor diesem Hintergrund sollen auch neue Wasserhähne in den Klassenräumen montiert werden, die einfacher zu bedienen sind und weniger spritzen.

Die Heizungsanlage werde zusätzlich gewartet, damit es im Winter, wenn gelüftet werden muss, ausreichend warm wird. Denn eine Lüftungsanlage könne in den Containern aus technischen Gründen nicht eingebaut werden, so der Dezernatssprecher. Und Luftfilter seien nach Ansicht des Gesundheitsamts nicht erforderlich.

Väter und Mütter rechnen damit, dass ihre Kinder frühestens 2022 zurück an den Lettigkautweg ziehen können, sagt die Vorsitzende des Elternbeirats, Leonie Kling. „Nach den Ferien wird bereits der fünfte Jahrgang in den Containern eingeschult.“ Derzeit liege die Baustelle brach, „da passiert gar nichts“. Die Eltern bedauern, dass die Stadt bislang nicht versucht habe, umzuplanen, damit wenigstens Teile der sanierten Grundschule in Betrieb gehen können. Die untere Turnhalle etwa, die einen Wasserschaden hat, könnte später genutzt werden.

Baudezernent Jan Schneider (CDU) hatte Eltern aber mitgeteilt, dass nicht nur Teile der Mühlbergschule geöffnet werden könnten, da eine Trennung der Gebäude „baurechtlich sowie technisch nicht möglich“ sei. Die Brandmeldeanlage und die Elektroinstallation etwa seien auf den gesamten Gebäudekomplex ausgerichtet. Auch müsse die Schule hinsichtlich Brandschutz und Rettungswegen bei einer Teilinbetriebnahme abgenommen werden, was ausgeschlossen sei.

Die Elterninitiative sieht das anders. Sie geht davon aus, dass eine zügige Fertigstellung der Baustelle mit Ausnahme der unteren Turnhalle möglich ist. Die angekündigten Verbesserungen am Ausweichstandort kritisiert sie als „nicht ausreichend, um einen guten Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen“. Sie erwarten deshalb die Installation von Luftfiltern und CO2-Ampeln in den Klassenräumen sowie die Ausstattung der Schule mit einer „nennenswerten Digitaleinrichtung“.

Über die Situation der Grundschule will die Elterninitiative Anfang September mit Verantwortlichen aus der Politik und den Behörden sprechen. Sie möchte diskutieren, wie der Status der Containeranlage kurzfristig verbessert werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Fertigstellung der „Baustelle Mühlbergschule“ voranzutreiben.

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