Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Seit 2011 ist Christdemokrat Christian Becker Vorsteher des Ortsbeirat 5 (Niederrad, Sachsenhausen, Oberrad). Durch eine Koalitionsvereinbarung mit SPD und FDP wird er es auch in den kommenden fünf Jahren bleiben können. Foto: Christoph Boeckheler
+
Seit 2011 ist Christdemokrat Christian Becker Vorsteher des Ortsbeirat 5 (Niederrad, Sachsenhausen, Oberrad). Durch eine Koalitionsvereinbarung mit SPD und FDP wird er es auch in den kommenden fünf Jahren bleiben können.

Frankfurt-Süd

Christian Becker bleibt Vorsteher

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
    schließen

Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat 5 setzen auf eine gemeinsame Koalition. Die CDU kann dem Stadtteilgremium dadurch weiterhin vorsitzen.

CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat 5 haben eine gemeinsame Koalitionsvereinbarung für die Wahlperiode 2021–2026 getroffen. Darin haben sie einen verbindlichen Leitfaden zu neun Themenkomplexen für die Stadtteile Niederrad, Oberrad und Sachsenhausen erarbeitet – etwa zu Verkehr, Schule und Bildung, Stadtplanung und öffentliche Ordnung.

Zudem haben sie sich darauf geeinigt, den Posten des Ortsvorstehers und des Vizes zu vergeben. Demnach wird Christdemokrat Christian Becker wie in den vergangenen zehn Jahren dem Gremium vorsitzen. Stellvertreterin wird Petra Korn-Overländer (SPD), Lino Munaretto (FDP) parlamentarischer Schriftführer. Zusammen haben die drei Fraktionen zehn der 19 Sitze im Ortsbeirat.

Bei vielen der wichtigen Themen im Ortsbezirk gebe es zwischen den drei Fraktionen „große inhaltliche Schnittmengen“, sagt CDU-Fraktionvorsitzender Martin-Benedikt Schäfer. Die Sperrung des nördlichen Mainufers etwa lehnten sie ab, da sie mehr Verkehr für die südlichen Stadtteile bedeute. Wichtig sei dafür der Ausbau des ÖPNV, etwa durch die Verlängerung der Straßenbahn nach Offenbach. Die Koalition setze sich für eine „ideologiefreie Verkehrspolitik ein“, die die Interessen aller Verkehrsteilnehmer:innen gleichberechtigt behandele, sagt FPD-Chef Uwe Schulz. Die Bedürfnisse des Einzelhandels und des Handwerks müssten berücksichtigt werden.

Jan Binger, Fraktionsvorsitzender der SPD, lobte die Einigung zum Thema Flughafen. Zwar hätten die Fraktionen zum Teil unterschiedliche Positionen, doch wollen sie sich gemeinschaftlich für mehr Lärmschutz sowie kontinuierliche Messung starkmachen.

Weitere Punkte der Koalition sind etwa, dass auf dem Adlhochplatz wieder Bänke aufgestellt werden und der Platz durch Sozialarbeiter aufgesucht wird. Die gastronomische Struktur in Alt-Sachsenhausen soll aufgewertet und eine baldige Einigung für den Paradieshof gefunden werden. Anderenfalls müsse der städtebauliche Wettbewerb wiederholt werden. Die Sportflächen an den Beckerwiesen und Mainwasen sollen erhalten bleiben. In der Koalition könne sich jeder wiederfinden, lobte Becker, es sei „keine Mehrheitsbeschaffung“ einer Fraktion.

Sophie Gneisenau-Kempfert von den Grünen bedauert den gemeinsamen Schritt von CDU, SPD und FDP. Sie geht davon aus, dass sich diese vor allem an der Grünen-Position gestört haben, den Autoverkehr zu reduzieren. Es sei jedoch dringend nötig, mehr Platz für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zulasten des Individualverkehrs zu schaffen. Auch Gneisenau-Kempfert wollte Ortsvorsteherin werden.

Bei der Wahl im März haben CDU, SPD und FDP weniger Stimmen erhalten als 2016. Die Grünen legten dagegen um mehr als zehn Prozentpunkte zu und überholten CDU und SPD. Grüne und CDU haben je fünf Mandate, die SPD drei, die FDP zwei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare