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Der Carl-von-Noorden-Platz ist verwahrlost und wird zudem oft zugeparkt.
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Der Carl-von-Noorden-Platz ist verwahrlost und wird zudem oft zugeparkt.

Sachsenhausen

Carl-von-Noorden-Platz in Sachsenhausen bleibt trist

  • VonStefanie Wehr
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Der Platz bei der Uniklinik bietet kaum Aufenthaltsqualität und wird oft zugeparkt. Doch die Stadt sieht keinen Änderungsbedarf.

Der Carl-von-Noorden-Platz bietet einen tristen Anblick. Die grauen Steinplatten werden von Schotterflächen durchbrochen. Trockenes Stoppelgras wächst dort. Jemand hat einen Müllcontainer vor die Bäume gerollt. Belebt ist am Mittag nur eine Ecke des Platzes, vor dem Restaurant Dorade. Der Rest könnte als Kulisse für einen Gruselfilm dienen.

Ein Besucher des Ortsbeirats 5 wies jüngst bei der Fragestunde auf den Zustand des Platzes zwischen Uniklinik und Mainufer hin. „Menschenfeindlich“ wirke der Carl-von-Noorden-Platz. „Es müsste doch möglich sein, ihn wenigstens unter den Bäumen schöner zu gestalten“, sagte der Sachsenhäuser fast bittend.

Besonders schade sei, dass unter den Bäumen vor dem Wohn- und Bürogebäude Carl-von-Noorden-Platz 5 kein bisschen Grün zu finden sei, sondern großflächig nur grauer Schotter, ähnlich „trist und lebensverachtend“ wie bei den verpönten Schottergärten.

Auf dem Schotter parkten obendrein täglich Autos, wahrscheinlich von Gästen des Restaurants oder des Cafés im Erdgeschoss. „Ziemlich teure Wagen parken meist dort, dicht an den Bäumen“, beschrieb der Mann. „Der Platz ist abgepollert. Aber jemand nimmt die Poller raus und legt sie zur Seite, so dass Autos direkt vors Restaurant fahren können“, hat er beobachtet.

Die Beobachtung bestätigt das Amt für Straßenbau und Erschließung auf Anfrage. „Im Normalfall ist der gesamte Platz – so auch vor dem Restaurant – mit Pollern abgesichert, um illegales Parken und Befahren zu verhindern“, erläutert Amtsleiterin Michaela Kraft. „Es kommt allerdings immer wieder vor, dass Poller von Bürgern zeitweise entfernt und nicht wieder zurückgesteckt werden, so dass dort Fahrzeuge parken konnten“, räumt sie ein.

Pläne zur Verschönerung des 7500 Quadratmeter großen Carl-von-Noorden-Platzes hegt die Stadt indes nicht. Im Gegenteil, er sei ja bereits im Programm „Schöneres Frankfurt“ berücksichtigt worden, erklärt Mark Gellert vom Stadtplanungsamt. 2007 war die Umgestaltung abgeschlossen, vorher war hier ein Parkplatz der Uniklinik.

„Das Hauptproblem ist, dass der Platz nicht als Platz wahrgenommen wird, da die Straße und die Straßenbahnlinie ihn zweiteilen“, meint Mark Gellert. „Er ist auch kein Quartiersmittelpunkt, da er vor allem von Uniklinik und Verwaltungsgebäuden umgeben ist und kaum von Wohnungen. Er mag möglicherweise trostlos wirken, eine Brachfläche ist er allerdings nicht, eher eine stark genutzte Verkehrsfläche.“

Der Platz sei zwar zugegebenermaßen keine Grünoase, aber immerhin wüchsen dort 13 Bäume. Die Stadtteilpolitiker:innen des Ortsbeirats wünschen schon länger, dass der Platz ansehnlicher wird. „Für den Carl-von-Noorden-Platz muss zeitnah eine Umgestaltung erarbeitet werden“, fordert Ortsvorsteher Christian Becker (CDU). „Der Platz entspricht in seinem aktuellen Erscheinungsbild weder einem Ort, an dem man gerne verweilt, noch den Anforderungen an eine Gestaltung, die umwelt- oder klimafreundlich ist“, moniert er. „Im Sinn der Anwohner muss hier dringend nachgebessert werden.“

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