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Bus-Verbindung ins Ostend gefordert

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Geht es nach dem Willen von CDU und Linken könnte auch die Linie M32 schon bald den Südbahnhof ansteuern.
Geht es nach dem Willen von CDU und Linken könnte auch die Linie M32 schon bald den Südbahnhof ansteuern. © Michael Faust

Die Line M32 soll vom Frankfurter Ostbahnhof zum Südbahnhof und Buchrainplatz fahren, fordern CDU und Linke-. Seit der geänderten Streckenführung der Trambahn 14 gebe es keine direkte Verbindung mehr.

Die Buslinie M32 soll von der Endstation Ostbahnhof nach Sachsenhausen und Oberrad verlängert werden. Das fordern jetzt zwei Parteien im Frankfurter Stadtparlament, die sonst recht wenig miteinander gemein haben: CDU und Linke. Beide stellten jetzt Anträge auf Verlängerung der Linie in der Stadtverordnetenversammlung.

Die Fraktionen reagieren damit auf die jüngste Aussage des Mobilitätsdezernenten Stefan Majer (Grüne), die Verlängerung der M32 habe gegenüber anderen Projekten keine Priorität. Es gebe doch bereits ausreichend Verbindungen mit der S-Bahn zwischen Ost- und Südbahnhof.

Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Frank Nagel fordert, die im Zehn-Minuten-Takt vom Westbahnhof über die Bockenheimer Warte und den Alleenring zum Ostbahnhof fahrende Linie M32 über die Hafenbrücke über den Main zu führen. Von dort soll sie übers Deutschherrnviertel bis zum Südbahnhof fahren. Auch eine Verlängerung nach Oberrad sei denkbar.

„Seit der geänderten Streckenführung der Straßenbahnlinie 14 gibt es keine direkte ÖPNV-Verbindung mehr zwischen Sachsenhausen sowie Bornheim und dem Ostend“, argumentiert Nagel. Für zahlreiche Fahrgäste ergeben sich dadurch längere Fahrzeiten und häufigeres Umsteigen. „Eine Verlängerung der über den gesamten Alleenring fahrenden Linie M32 über den Ostbahnhof hinaus in Richtung Südbahnhof bietet eine interessante Alternative für Sachsenhausen und das Deutschherrnviertel.“

Auch die Linken forderten jüngst die Verlängerung. „Eine Lösung ist überfällig und kann nicht auf die lange Bank geschoben werden“, lautet die Antragsbegründung. „Der Nutzen des Brückenschlags zwischen Ost und Süd für die Bürger ist bei nur geringen zu erwartenden Kosten offensichtlich und muss schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Die Ringverbindung Westend-Nordend-Ostend-Sachsenhausen entlaste zudem die Innenstadtlinien.

Die CDU hat bereits eine konkrete Idee, wie der Bus fahren könnte: Von sechs Fahrten der Buslinie M32 pro Stunde könnten zwei wie bisher am Ostbahnhof enden, zwei im Halbstundentakt am Südbahnhof in Sachsenhausen ankommen und zwei im Halbstundentakt am Buchrainplatz in Oberrad. „Da das Fahrgastaufkommen wahrscheinlich nicht so hoch ist, dass alle Busse der Linie M32 über den Ostbahnhof hinaus zum Südbahnhof verlängert werden müssen, bietet sich mit Oberrad ein weiterer Linienweg für andere Fahrten an“, so Nagel. In Oberrad werde schon lange gefordert, eine bessere Verbindung gen Ostbahnhof und Bornheim zu bekommen.

Nagel will zudem geprüft wissen, ob mit der Streckenführung entlang der Gerbermühlstraße auch eine Befahrung des Deutschherrnviertels mit Gelenkbussen auf dem Linienweg der heutigen Buslinie 45 möglich ist. „Wenn das technisch klappt, könnte auch das Deutschherrnviertel noch besser angebunden werden.“

Anwohnende des Deutschherrnviertels hatten moniert, dass der Südbahnhof für sie zu weit weg liege und zudem gerade der Bus attraktiv sei, der außer ins Ostend auch den Alleenring entlang nach Bornheim und ins Nordend fahren würde. Diese Stadtteile seien von Sachsenhausen aus nur allzu umständlich mittels Straßenbahn und U-Bahn zu erreichen.

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