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Paulina Luft setzt sich künftig am Mühlberg ein.  Bild: H. Menzel
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Paulina Luft setzt sich künftig am Mühlberg ein. Bild: H. Menzel

Sachsenhausen

Alt und Jung in Sachsenhausen zusammenbringen

  • vonSabine Schramek
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Paulina Luft, die neue Quartiersmanagerin am Mühlberg, setzt sich für aktive Nachbarschaft und mehr Busse ein.

Paulina Luft hat einen Traum: Alle Bewohner auf dem Mühlberg rücken so nah zusammen, „dass Jung und Alt komplett miteinander vernetzt sind und sich jederzeit gegenseitig helfen, unterstützen und austauschen“. Die neue Referentin des Quartiersmanagements, die am 1. November die Nachfolge von Inga Anhorn im Agaplesion-Oberin-Martha-Keller-Haus angetreten hat, hat viele Ideen und Pläne.

Von hanseatischer Kühle jedenfalls ist bei Luft nichts zu merken. Dort, im Norden, ist die ehemalige BWL-Studentin mit Fachrichtung Gesundheitsmanagement aufgewachsen. 2018 hat sie bei Agaplesion ein Trainee-Programm absolviert. Dabei führte sie der Weg via Berlin nach Frankfurt. „Wohnen und Pflege ist genau mein Ding“, sagt sie.

Das Quartiersprojekt auf dem Mühlberg gibt es seit 2018. „Gerade haben wir erfahren, dass es bis Januar 2023 weitergeht. Bis dahin möchte ich die Nachbarschaftshilfe voll etabliert haben“, so Luft. Nächste Woche wird dem Projekt der Nachbarschaftspreis 2019 der Stadt Frankfurt in der Kategorie „Jung und Alt“ für die öffentliche Handy-Sprechstunde verliehen. „Dabei helfen junge Leute im Jugendzentrum Basement 26 bei allen Fragen rund ums Handy. Das kommt toll an. Auch, weil Jung und Alt sich dabei völlig ohne Vorurteile austauschen“, so Luft.

Wegen Corona muss alerdings auch vieles ausfallen, zum Beispiel das wöchentliche „Tanzen für Jung und Alt“. „Stattdessen haben wir schon im Mai eine Nachbarschaftshilfe-Hotline eingerichtet. Wer mag, kann Einkäufe erledigen, Gassi gehen, Besorgungen machen oder ein offenes Ohr haben und ältere Menschen unterstützen.“ Eigentlich waren 20 Nachbarschaftstreffen in diesem Jahr geplant. Auch das wurde umgewandelt in Umfragen, auf Papier und digital. „Jetzt gibt es auf Wunsch der Bewohner zehn Parkbänke zum Ausruhen und zwei große Schaukästen, in dem das Quartiersmanagement und andere Veranstaltungen und Hilfsangebote anbringen können.“

Luft, die jeden Tag mit dem Fahrrad von Bornheim auf den Mühlberg fährt, will sich auch für einen verbesserten Nahverkehr einsetzen. „Das Quartier ist wunderschön, aber eben auch sehr steil. Mehr als 23 Prozent der Bewohner sind über 65. Die aktive Teilhabe am Leben braucht unbedingt einen guten Bus- und Bahnverkehr mit deutlich höherer Taktung.“ Durch ihr eigenes tägliches Fahrradpensum kann die Quartiersmanagerin, die in ihrer Freizeit gerne Feldhockey spielt, diesen Wunsch gut nachvollziehen.

Sie hofft, dass die Corona-Gefahr nächstes Jahr abflacht und es wieder Feste und Veranstaltungen geben kann. „Dennoch werde ich auch die Digitalisierung für alle vorantreiben. Direkter Kontakt zwischen Menschen ist wichtig. Solange er eingeschränkt ist, müssen wir anders handeln. Und so viel sichere Nähe zwischen Jung und Alt geben, wie es nur möglich ist.“

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