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Aktionen auf der Schweizer Straße

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Von: Stefanie Wehr

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Der neue Chef der Gewerbetreibenden auf der Schweizer Straße in Frankfurt hat viel vor.

Michael Müller, Inhaber des gleichnamigen Friseurgeschäfts an der Schweizer Straße, ist neuer Erster Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße (AGS). Er folgt auf Torsten Schiller, der den Vorsitz nach sechs Jahren abgibt. Stellvertreter sind Gregor Meyer und Ralf Wagner.

Für die Schweizer Straße hat Müller ambitionierte Ziele: Sie soll sich künftig noch besser vermarkten und auch digital präsenter werden. Denkbar sei eine Schweizer-Straßen-App oder ein zeitgemäßerer Internetauftritt. „Ich sehe viele Chancen und Potenziale, um uns für die Zukunft zu rüsten“, sagt der 54-Jährige. Die Kundschaft schätze das hochwertige Angebot vor Ort. „Viele kaufen lieber lokal im eigenen Stadtteil ein als in die Innenstadt zu fahren“, ist Müller überzeugt.

Der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden auf Sachenhausens wichtigster Einkaufsmeile ist derzeit 61 Mitglieder stark, auch Geschäfte aus den Nebenstraßen sind Teil des Verbunds. Die Zahlen sind allerdings seit Jahren rückläufig. Das will Michael Müller ändern und für eine Mitgliedschaft in der Aktionsgemeinschaft werben.

Es soll Aktionstage geben, auch in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt, die sich für den Erhalt der Stadtteil-Einkaufsstraßen wie etwa die Schweizer, die Berger und Leipziger Straße einsetzt.

Die großen Einkaufsstraßen in den Stadtteilen seien stark im Kommen, das sei auf der Schweizer deutlich zu spüren, hat Müller beobachtet. Deshalb begrüße die Aktionsgemeinschaft, das der Schweizer Platz und die Schweizer Straße endlich umgestaltet und verkehrsberuhigter werden sollen. „Es sind viel mehr Radfahrer unterwegs als früher, die Straße wird anders genutzt“.

Das Gros der Geschäftsleute stehe deshalb den Plänen aus der Machbarkeitsstudie positiv gegenüber, die Bürgerbeteiligung sei sehr gut gelaufen. Die Frage nach ausreichend Parkplätzen sei unter den Ladeninhaberinnen und -inhabern allerdings strittig. Die Haltestelle auf den Platz zu verlegen, müsse gut überlegt werden, findet Michael Müller.

Der Friseurmeister ist selbst seit 25 Jahren mit seinem Geschäft auf der Schweizer Straße ansässig. Viele Menschen kennen ihn auch von seinem Stand auf dem Schweizer Straßenfest. Das beliebte Stadtteilfest soll 2023 Anfang Juli gefeiert werden. Wegen stark gestiegener Kosten vor allem für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher war das Fest 2022 mit einem Defizit ausgegangen. Das soll kommendes Jahr nicht mehr passieren. Die Standmieten will Müller aber nicht erhöhen.

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