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Holger Lack (NWH) in einer der 40 neuen Wohnungen. Bild: rolf oeser
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Holger Lack (NWH) in einer der 40 neuen Wohnungen. Bild: rolf oeser

Sachsenhausen

40 Wohnungen mit Aussicht in Sachsenhausen

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Der erste Bauabschnitt der Aufstockungsarbeiten in der Fritz-Kissel-Siedlung ist fertig. Weitere 42 Wohnungen folgen. 32 Millionen Euro kostet das Projekt der Nassauischen Heimstätte.

Verdichtung statt Versiegelung, diese Losung beim Wohnungsbau wird in Frankfurt immer beliebter. Ein weiteres Beispiel ist die Fritz-Kissel-Siedlung in Sachsenhausen. In der Breslauer Straße und der Mörfelder Landstraße sind auf neun Gebäuden 40 neue Wohnungen entstanden – durch Fertigmodule aus Holz. Damit hat die Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW) Neuland betreten.

Bislang hat sie entweder Häuser neu gebaut oder schon aufgestockt, aber dann in herkömmlicher Bauweise. Nun wurden die Wohnungen – zwischen 20 und 90 Quadratmeter groß – in Egelsbach vorgebaut. Dort hat die in München ansässige Firma Liwood eine Feldfabrik errichtet. Die fertigen Module kamen dann nach und nach per Lastwagen nach Frankfurt und wurden nach oben gehievt.

Der Innenausbau folgt nun noch, davon abgesehen „haben wir trotz Corona-Pandemie den ersten Bauabschnitt weitestgehend abgeschlossen“, sagt NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. Dass das so schnell ging, ist sowohl für die NWH als auch für den Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef (SPD) erwähnenswert.

„In nur wenigen Monaten mehr als 5000 Quadratmeter Wohnraum zu schaffen, ohne dafür neu bauen zu müssen und wertvolle Grünflächen zu versiegeln – das spricht für sich“, so Josef bei einer Besichtigung in der Breslauer Straße.

Er erinnert dabei auch an Gespräche vor gerade einmal einigen Monaten, „als es noch um die Baugenehmigung ging“. Dann erfolgte im September der Baustart, trotz einiger witterungsbedingter Verzögerungen in der Zwischenzeit liegen die Arbeiten nun wieder im Zeitplan.

Und nicht nur das erfreut die Verantwortlichen. Während Mike Josef von einer „seit zehn bis 15 Jahren andauernden Debatte“ rund um die Verdichtung der Siedlung spricht, konkretisiert das Holger Lack noch etwas. Er ist Regionalcenter-Leiter für Frankfurt bei der Nassauischen Heimstätte, und er weiß noch, dass „die ersten Anbahnungsgespräche vor etwa fünf Jahren stattgefunden haben“.

Seitdem musste viel diskutiert werden, denn die Fritz-Kissel-Siedlung steht unter Ensembleschutz. Das bedeutet, dass alle von außen sichtbaren Veränderungen an Fassade und Dach von den Denkmalbehörden genehmigt werden müssen. „Das hat viel Abstimmung benötigt zwischen den Ämtern“, so Lack.

Nun wurde an der Breslauer Straße und an der Mörfelder Landstraße jeweils ein Stockwerk aufgesetzt. Am Ziegelhüttenweg werden es je zwei Etagen, 42 weitere neue Wohnungen folgen dort ab der kommenden Woche. Spätestens im Juni wolle man dann fertig sein, so Lack, auch mit der Tiefgarage, die anstelle des alten Garagenhofs entsteht, mit 52 Stellplätzen. 187 Stellplätze sollen zudem für Fahrräder entstehen. Das Projekt kostet rund 32 Millionen Euro.

Rund 30 Prozent der Wohnungen werden gefördert sein, mit Quadratmeterpreisen von fünf und 8,30 Euro. Frei finanziert kosten die Wohnungen 13,30 Euro pro Quadratmeter.

Für die NWH ist es ein Pilotprojekt. Eines, das Schule machen soll, auch in anderen Städten. Zunächst aber wird es weitere Aufstockungen in konventioneller Bauweise, ohne vorgefertigte Module, geben, in der Adolf-Miersch-Siedlung in Niederrad.

Hier wird ein Teil der Fassade in Egelsbach montiert. Bild: LiWooD Skycamera2020
Auf Lastwagen geht es für die Module nach Frankfurt. Bild: LiWooD Skycamera2020
In der Fritz-Kissel-Siedlung werden die fertigen Wohnungen dann Teil für Teil nach oben gehievt. Bild: LiWooD Skycamera2020
Arbeiter kümmern sich auf dem Dach um die letzten Details. Bild: rolf oeser
82 neue Wohnungen entstehen in der Siedlung insgesamt – ohne Versiegelung. Bild: rolf oeser

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