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Keiner da, die Fläche ist bei Kindern nicht sehr beliebt.

Gallus

Rutschen auf der Sandwüste

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Eltern wünschen sich eine Aufwertung des Spielplatzes an der Hellerhofstraße. Der Ortsbeirat will nun mit dem Kinderbeauftragten, dem Grünflächenamt und Vertretern von Einrichtungen einen gemeinsamen Ortstermin festlegen.

Der Spielplatz an der Hellerhofstraße bietet keinen schönen Anblick. Es gibt zwar eine Rutsche, zwei Wippen, Schaukel und Balken. Doch die sind in die Jahre gekommen, der Großteil ist eine öde Fläche. Ein Mülleimer am Eingang quillt über, Abfall verteilt sich daneben und an den Rändern des Platzes. Kein einziges Kind ist zu sehen.

„Der Platz ist eine traurige Sandwüste“, sagt Anwohner und Anwalt Semin O am Dienstag im Ortsbeirat. Spielgeräte verschwänden, würden nicht ersetzt. Dabei könnte der Spielplatz ein Treffpunkt werden, wenn er schöner wäre, ist der Anwalt überzeugt und bittet den Ortsbeirat um Unterstützung.

Das Grünflächenamt, das für Spielplätze zuständig ist, konnte am Mittwoch noch nicht sagen, ob es Pläne für die Hellerhofstraße gibt. Die zuständigen Mitarbeiter waren nicht im Haus. Lediglich, dass eine Wippe bestellt sei und bald aufgebaut werde, konnte Sprecherin Simone Jacob herausfinden.

Der Kinderbeauftragte des Stadtteils, Dirk Schneider, hat sich bereits dem Thema angenommen und mit Eltern und Vertretern verschiedener Einrichtungen rund um den Spielplatz gesprochen. „Dort muss dringend etwas gemacht werden.“

Ortstermin geplant

Drei Kitas nutzten den Spielplatz regelmäßig, weil sie in ihren Einrichtungen nur begrenzte Außenflächen zur Verfügung hätten. Zudem seien Spielplätze für Kinder im Gallus rar, darum sollten die wenigen Flächen auch Aufenthaltsqualität haben. Gerade erst hatte die Aktion „Gallus braucht Spielraum“ auf dieses Problem aufmerksam gemacht (die FR berichtete).

Schneider habe vom Grünflächenamt erfahren, dass neben der Wippe ein Feuerwehrauto renoviert werde, mittelfristig solle es aber wegen morschen Holzes ausgetauscht werden. Das Amt wolle die fehlenden Geräte möglich bald wieder aufbauen und die Reinigung des Platzes kontrollieren.

Schneider findet, dass man aus dem Spielplatz mehr machen kann. Er hofft, dass möglichst zeitnah etwas passiert. Langfristig könne man sich immer noch ein größeres Konzept überlegen. Er schlägt einen Ortstermin mit Ortsbeirat, Anwohnern, Vertretern der Einrichtungen und dem Grünflächenamt vor, um zu schauen, welche Ideen realisierbar sind und welche Angebote zur Altersgruppe passen.

Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) ist dankbar für die Anregung Os. Er will noch im Juli einen Ortstermin festlegen für die gemeinsame Begehung.

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