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Auf dem Gelände der Total-Tankstelle soll der Campus V entstehen.
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Auf dem Gelände der Total-Tankstelle soll der Campus V entstehen.

Frankfurt

Runde Gebäude für runde Gedanken

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Am Alleenring soll Campus V entstehen – ein innovatives Lern- und Forschungszentrum.

Der Frankfurter Alleenring ist ein kleines Stückchen mehr zur Campusmeile geworden. Drei der dort ansässigen Bildungseinrichtungen haben gemeinsam einen Pflock eingeschlagen, einen Wegweiser sozusagen. Die Deutsche Nationalbibliothek, die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und die Frankfurt School of Finance & Management haben ein Konsortium für den Campus V gegründet. Was noch fehlt, ist eine Investorin oder ein Investor, die/der das Projekt realisiert.

An der Kreuzung von Adickesallee und Eckenheimer Landstraße soll das temporäre Lern- und Forschungszentrum entstehen. Das V steht für Verantwortung. Entsprechend wünschen sich die Initiatoren Debatten und Ideen rund um eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft, soziales Wirtschaften und soziale Innovationen – auf 17 600 Quadratmetern Fläche.

Noch stehen dort allerdings Symbole der fossilen Mobilität: eine Tankstelle und eine Waschanlage. Ab 2023 will das Konsortium aber Campus V übernehmen. 25 Jahre soll er auf der Erweiterungsfläche der Nationalbibliothek verweilen. Spätestens 2050 soll dort dann ein großer Erweiterungsbau für das Magazin der Nationalbibliothek hin.

Bis dahin könnte sich die Campusmeile bereits verselbständigt haben: eine räumliche und inhaltlichen Vernetzung der Bildungseinrichtungen entlang des nördlichen Alleenrings, verbunden mit einer Veränderung des Stadtbildes und der Infrastruktur. Campus V soll das befeuern. Im Mittelpunkt stehe die gemeinsame digitale Informationsbasis, deklariert das Konsortium. Daraus sollen die Menschen schöpfen, um gemeinsam, interdisziplinär, aus allen Institutionen, zusammenzuarbeiten und etwas zu erschaffen.

Einen digitalen Wissensraum sieht Frank Scholze, der Generaldirektor der Nationalbibliothek. Die verwaltet einen gigantischen Bestand an Büchern. Ein Liebäugeln mit dem Digitalen scheint da verständlich. Mehr Sichtbarkeit erhofft sich Frank Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS. „Mit dem Museumsufer haben wir eine Kunst- und Kulturmeile, nun besteht die realistische Chance auf eine Wissenschafts- und Bildungsmeile.“

Eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft möchte Nils Stieglitz erwirken, Präsident der Frankfurt School. „Der Campus V soll ein Ort des sozialen und nachhaltigen Unternehmertums werden“ – also den neoliberalen Turbokapitalismus zähmen.

Wie das Gebäude aussehen könnte, darüber haben sich Studierende der Frankfurt UAS in einem Ideenwettbewerb Gedanken gemacht. Liza Schäfers Entwurf ist dabei am besten angekommen. Ihr gelinge es, die „schwierige Situation“ an der Kreuzung überzeugend aufzulösen, lobt die Jury. Und zwar mit einer „organischen Gebäudeform in einer heterogenen Umgebung“.

Zwei unterschiedlich hohe Gebäudeteile „sitzen auf dem geschwungenen Sockel auf, worin die Bereiche Event, Gastronomie und Hörsäle liegen“. Weiter punktet der Entwurf mit einem „fließenden Ausdruck des Gebäudes“. Es ist also gerundet, was laut Jury die Innovationskraft der angedachten Nutzung unterstreichen wird.

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