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Die Freifläche an der Weißfrauen Diakoniekirche wird Offene Ecke genannt.
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Die Freifläche an der Weißfrauen Diakoniekirche wird Offene Ecke genannt.

Frankfurt-Bahnhofsviertel

Ort des Rückzugs

  • Johannes Vetter
    VonJohannes Vetter
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Das Diakoniezentrum Weser 5 will sich mit einem neuen Raum nach außen für Schutzbedürftige, Wohnungslose und Menschen in Lebenskrisen öffnen. Dazu hat sie den Außenbereich des Gebäude-Komplexes an der Gutleutstraße, Ecke Weserstraße, umgestalten lassen.

Das Diakoniezentrum Weser 5 im Bahnhofsviertel will eine offene Einrichtung sein. Offen für Schutzbedürftige, für wohnungslose Menschen, für Menschen in Lebenskrisen. Damit sich diese Offenheit auch in der Bausubstanz widerspiegelt, hat der Evangelische Regionalverband zusammen mit dem Stadtplanungsamt den Außenbereich des Gebäude-Komplexes an der Gutleutstraße, Ecke Weserstraße, umgestalten lassen. Entstanden ist die „Offene Ecke“. Am gestrigen Mittwoch wurde sie mit einer kleinen Feier, zu der auch Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) gekommen war, eröffnet.

Als „ganz besonderen Mosaikstein für die positive Weiterentwicklung des Bahnhofsviertels“ bezeichnete Cunitz bei der Eröffnung den neu entstandenen Raum. Er soll den Hinterhof und den Vorplatz an der Weißfrauen Diakoniekirche zusammen mit den angrenzenden Gehwegen stärker als Einheit erfahrbar machen.

Wo zuvor Zäune, Mauern und Tore eine „hemmende Wirkung“ erzeugt hätten, sei nun ein fließender Übergang vom öffentlichen zum kirchlichen Raum entstanden, sagte der Bürgermeister. Sitzblöcke, Lichtelemente, Beete und Bäume befinden sich in diesem Raum. Nur nachts, wenn der Tagestreff geschlossen hat, soll ein Tor den Hinterhof versperren.

Nutzung nicht konfliktfrei

Rund eine halbe Millionen Euro hat die Gestaltung von Hinterhof und Vorplatz gekostet, berichtete Karsten Krüger, Projektleiter vom Stadtplanungsamt. Mittel aus städtischen, hessischen und europäischen Entwicklungsprogrammen seien ebenso dabei wie Geld des evangelischen Regionalverbandes. Geschaffen worden sei eine weitere Aufenthaltsmöglichkeit im Bahnhofsviertel sowie ein „Ort des Rückzugs“, sagte Krüger.

Die Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen rund um die Weißfrauen Diakoniekirche sind damit vorerst abgeschlossen. In mehreren Bauabschnitten waren in den vergangenen Jahren die Häuser in der Weserstraße drei und fünf sowie der Glockenturm der Diakoniekirche erneuert worden. Die „Offene Ecke“ – die Arbeiten sind schon seit vergangenem Herbst beendet – war die vorerst letzte Maßnahme. Damit habe die Diakonie mit der hochwertigen baulichen Entwicklung der Nachbarschaft nachgezogen, sagte Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werks Frankfurt.

Konfliktfrei war die Nutzung des offenen Raumes schon in den vergangenen Monaten nicht, wie Renate Lutz, Leiterin des Diakoniezentrums, einräumte. So sei der Innenhof von Dealern als eine Art Depot missbraucht worden. Deshalb gebe es jetzt eine Hofordnung, deutlich sichtbar am Eingang angebracht, die den Gebrauch von Alkohol und Drogen verbietet. Außerdem würde eine Hofaufsicht das Areal nun im Auge behalten, so Lutz. Die Offenheit, sie hat auch im Weser 5 Grenzen.

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