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Die Ruderer Dean Kadiev (l.), Heiko Winkler (m.) und Pedro Crespo-Ellerkamp wollen 1000 Kilometer auf dem Rhein rudern.
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Die Ruderer Dean Kadiev (l.), Heiko Winkler (m.) und Pedro Crespo-Ellerkamp wollen 1000 Kilometer auf dem Rhein rudern.

Krebs

Rudern für Kinder mit Krebs

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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1000 Kilometer wollen drei Frankfurter den Rhein runter rudern. Vom Bodensee bis Rotterdam wird sich in die Riemen gelegt, um krebskranken Kindern zu helfen.

Es ist kaum davon auszugehen, dass es im Ruderboot von Pedro Crespo-Ellerkamp, Heiko Winkler und Dean Kadiev ähnlich feucht-fröhlich zugehen wird, wie in dem Filmklassiker „Drei Mann in einem Boot“ aus dem Jahr 1961. Denn anders als auf Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff kommt auf die drei Mitglieder der Rudergesellschaft Germania in den kommenden knapp drei Wochen reichlich Arbeit zu. Für einen guten Zweck wollen die drei gemeinsam 1000 Kilometer den Rhein runter rudern: Vom Bodensee bis Rotterdam. Dafür trainieren sie schon seit Januar täglich. Schließlich werden sie jetzt jeden Tag etwa 50 Kilometer auf ihrem schmalen Rudersitz zubringen müssen.

Die Idee zu der Aktion hatte Crespo-Ellerkamp. Der 27-Jährige hatte schon 2013 für einen guten Zweck gezeigt, was in ihm steckt. Da gelang ihm auf dem Ergometer ein Weltrekord im Dauerrudern. Knapp 49 Stunden am Stück legte er sich in Zeug, um Spenden für krebskranke Kinder zu generieren. Diesmal wollte der Landestrainer des Bayerischen Ruderverbandes aber ein bisschen mehr sehen als den Kraftraum. Den ganzen Rhein wollte er alleine im Ruderboot zurücklegen. Doch da legten Winkler und Kadiev gewissermaßen ihr Veto ein. „Das wollten wir ihn nicht alleine machen lassen“, erinnert sich Winkler. Die drei hatten sich bei einer Spaß-Regatta kennengelernt und auf Anhieb verstanden.

Zehn Stunden am Tag Rudern

Doch während Winkler bereits in den 90er Jahren für die Germania gerudert war und so über ausreichend Erfahrung im Boot verfügt, hat Kadiev im vergangenen Jahr überhaupt zum ersten Mal in einem Ruderboot gesessen. Da kam die Nachricht, dass er nun 1000 Kilometer den Rhein runter rudert, für viele im Freundeskreis doch etwas überraschend. „Ich habe schon so viele verrückte Sachen gemacht, da wundert sich niemand mehr“, so der 38-Jährige.

Damit die drei selbst kein blaues Wunder erleben, haben sie schwer geschuftet. Schließlich müssen sie bis zu zehn Stunden am Tag rudern. Rudern wird als etwa 1,5 Mal so anstrengend wie Laufen eingestuft. „Das wäre also ungefähr so, als würden wir 75 Kilometer am Tag laufen“, so Winkler. Der 40-Jährige verbreitet aber gleichzeitig Zuversicht: „Der Trainingserfolg, den wir uns erhofft haben, ist eingetreten.“ Zuletzt haben die drei nur noch an der Synchronisation gearbeitet, denn schließlich herrscht auf dem Rhein ein anderer Wellengang als im Kraftraum oder auf dem Main. Begleitet werden die Ruderer von zwei Reisemobilen. Die Helfer am Ufer sind für die Verpflegung und die Akquise zuständig. Denn unterwegs sollen ja reichlich Spendengelder für krebskranke Kinder eingesammelt werden. Jeder, der mehr als 50 Euro spendet, soll auch das Buch „Aus Linas Augen“ geschenkt bekommen. In dem Buch wird das Schicksal eines fiktiven Mädchens auf der Kinderkrebsstation erzählt. Das Boot, mit dem die drei sich den Fluss runterquälen, trägt passenderweise den Namen „Lina“.

In 20 Tagen, so hoffen die drei, kommen sie in Rotterdam an. Einer der drei Männer im Boot hat noch eine besondere Motivation. Denn Youngster Crespo-Ellerkamp wird Vater. Die Niederkunft seiner Frau ist für den 20. Juli errechnet.

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