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Ronja Merkel wechselt ins Dezernat Digitalisierung.
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Ronja Merkel wechselt ins Dezernat Digitalisierung.

Stadtpolitik

Ronja Merkel: Journalistin in Frankfurt wechselt in die Politik

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Ronja Merkel, die Chefredakteurin des Journal Frankfurt, wechselt in die Politik. Der FR erklärt sie, welche Aufgaben sie vor sich hat.

Seit knapp einem Monat ist bekannt, dass Ronja Merkel, die Chefredakteurin des Stadtmagazins „Journal Frankfurt“, sich von dieser Position zurückzieht, um sich anderen Aufgaben in Frankfurt zu widmen. Nun hat sie bekanntgegeben, wohin es sie zieht: in das neue Digitalisierungsdezernat von Lennard Everwien (Volt), wo sie die Büroleitung übernimmt.

Sie wechselt die Seiten, vom Journalismus in die Politik. „Auf die dunkle Seite der Macht“, scherzt sie. 2018, mit 29, hatte sie die Chefredaktion des „Journals“ übernommen, wo sie einst ihre journalistische Tätigkeit begonnen hatte. Dazwischen arbeitete sie in Leitungsfunktionen bei den Münchner Buchverlagsgruppen Europa und Scorpio. Das „Medium Magazin“ zeichnete sie 2019 in der Kategorie „30 unter 30“ als „herausragendes junges Talent“ im Journalismus aus.

Dann kam 2020 und Corona. „Ich habe viel darüber nachgedacht, wer ich bin, wo ich herkomme, was ich bewirken will“, sagt sie. Das Team von Volt habe sie im Kommunalwahlkampf kennengelernt. Dessen Botschaft - soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Europafreundlichkeit - habe sie überzeugt. „Volt vertritt Ziele, mit denen ich mich zu 100 Prozent identifizieren kann“, sagt sie.

Viele Aufgaben im Dezernat Digitalisierung

Die Menschen bei Volt in Frankfurt sind außerdem jung. Parteichef Lennard Everwien ist 27, Fraktionschefin Eileen O’Sullivan 25. Die jungen Politikerinnen und Politiker brächten einen neuen, frischen Ansatz in die Stadtpolitik, sagt Ronja Merkel, die 32 wird. Sie wolle künftig „nicht nur reden, sondern auch machen“.

Viele Debatten in der Stadtpolitik beschäftigten nur einen kleinen, gut informierten Kreis. Die Menschen, um die es gehe, wie die Drogenkranken im Bahnhofsviertel, bekämen von diesen Debatten, die über ihre Köpfe hinweg stattfänden, oft nichts mit. Hier wolle sie ansetzen. Diskussionen sollten sich nicht von den Menschen entfernen, um die es gehe.

In die Partei Volt trete sie zum 1. Juli ein. Ende Juni verlässt sie das „Journal“, das sie mit Titelgeschichten über Feminismus oder das Bahnhofsviertel politischer gemacht hat. Sie gehe im Guten, das „Journal“ stehe wirtschaftlich solide da. „Ich habe die Hoffnung, nun politisch etwas bewegen zu können“, sagt sie.

Im Dezernat Digitalisierung, das auch für Bürgerservice, Bürger:innenbeteiligung und Europa zuständig ist, erwarten sie zahlreiche Aufgaben. So soll Frankfurt „smarter“ werden, etwa bei der digitalen Anzeige von freien Parkplätzen, vollen Mülltonnen oder grünen Wellen an Ampeln. Bürgerinnen und Bürger sollen besser am politischen Geschehen beteiligt werden, auch um die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Mit seinen Partnerstädten soll sich die Stadt Frankfurt besser vernetzen und darüber informieren, was in diesen passiert.

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