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Das Romantikmuseum hat drei verschiedenen Fassaden.
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Das Romantikmuseum hat drei verschiedenen Fassaden.

Romantik

Romantik-Museum in Frankfurt ist das erste seiner Art

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Am 14. September eröffnet das Romantikmuseum am Großen Hirschgraben. Schon der Bau greift Elemente der Epoche auf.

Das Deutsche Romantikmuseum im Großen Hirschgraben, eingerahmt von Goethehaus und Volksbühne, eröffnet am 14. September. Es ist, wie Anne Bohnenkamp-Renken, die Leiterin des Freien Deutschen Hochstifts, ausführt, das erste seiner Art, das die Romantik als Schlüsselepoche im deutschsprachigen Raum und in Europa in den Blick nimmt. Zentren der Romantik befinden sich darüber hinaus in Berlin, Jena und Heidelberg.

Träger des Romantikmuseums sowie des Goethehauses ist das 1859 gegründete Freie Deutsche Hochstift. Es verfügt über die bedeutendste Handschriftensammlung des Landes. Dazu zählen Handschriften von Clemens und Bettine Brentano, den Gebrüdern Schlegel, Joseph von Eichendorff, Ludwig Tieck. Die Kunstsammlung umfasst mehr als 500 Gemälde und mehr als 15 000 Druckgrafiken und Zeichnungen.

Die Ausstellung verteilt sich auf drei Etagen. In der ersten Etage, der Goethe-Galerie, sind Gemälde und Alltagsgegenstände zu sehen, die sich auf Johann Wolfgang von Goethe beziehen. Die zweite Etage widmet sich den Anfängen der Romantik im deutschsprachigen Raum. Die dritte Etage umfasst die Wirkung der Romantik in ganz Europa.

Das Romantikmuseum wurde von Christoph Mäckler Architekten auf der Grundlage von Michael Landes Architekten entworfen, die auch für die umliegenen Wohnungen und den Cantate-Saal für die Volksbühne zuständig waren. Als besondere Herausforderung beschreibt Christoph Mäckler, dass die Exponate vor Sonnenlicht geschützt werden sollten. Das Romantikmuseum sollte sich darüber hinaus auf das benachbarte Goethehaus beziehen, dessen Eingang sich künftig im Romantikmuseum befindet.

Das Romantikmuseum zeigt sich als Haus mit drei verschiedenen Fassaden und Eingängen, mit Haupteingang (rechts), dem Eintritt zu Wechselausstellungen (Mitte) und für Besuchergruppen (links). Um die Objekte vor Tageslicht zu schützen, habe er die sogenannte Himmelstreppe zur Straßenseite hin platziert, sagt Mäckler. Das Treppenhaus werde nach oben hin niedriger und schmaler, was den Eindruck einer Unendlichkeit vermittele. Gebrochen werde dieser Effekt, wenn sich Menschen auf der Treppe befänden, sagt Anne Bohnenkamp-Renken. Das entspreche auch der ironischen Brechung in Texten der Romantik. Die Farbe Blau als Symbol der Romantik wird an vielen Stellen des Museums aufgegriffen, etwa im Treppenhaus und in einem mit blauem Glas gefärbten Erker.

Das Gebäude errichtet hat das städtische Immobilienunternehmen ABG Holding. Die Kosten betrugen zwölf Millionen Euro. Die Einrichtung der Dauerausstellung kostete weitere 6,5 Millionen Euro.

Finanziert wird das Romantikmuseum mit jeweils vier Millionen Euro von Bund und Land. Die Stadt Frankfurt stellte das Grundstück bereit, auf dem vormals der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ansässig war, und gab 1,8 Millionen Euro hinzu. Großzügige Spenderinnen und Spender erweiterten den Etat des Romantikmuseums um weitere neun Millionen Euro. Sie werden bald im Eingangsfoyer gewürdigt.

Zum Festakt am 13. September, 18 Uhr, hält der Schriftsteller Daniel Kehlmann eine Eröffnungsrede. Das musikalische Programm stammt von Julian Prégardien (Bariton) und Christopher Brandt (Gitarre). Die Veranstaltung wird auf dem Youtube-Kanal des Romantikmuseums übertragen.

Die Literaturwissenschaftlerin Anne Bohnenkamp-Renken leitet das Freie Deutsche Hochstift und hat das Museum mit konzipiert.
Architekt Christoph Mäckler legt Wert auf Details - wie den Boden des Foyers mit Steinen aus der kriegszerstörten Altstadt.
Goetheporträt (1808/09) von Gerhard von Kügelgen in der Ausstellung.
Ein „R“ aus 600 blauen Blumen nahe dem Eisernen Steg am Main.

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