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Richtfest an der Frankfurter Uniklinik: Haus 23 bekommt einen Anbau.

Uniklinik Frankfurt

Rohbau an der Universitätsklinik fertig

Der Erweiterungsbau von Haus 23 der Frankfurter Uniklinik ist im Rohbau fertig. Er ist zurzeit das größte Hochbauprojekt des Landes Hessen. In dem Anbau werden einmal 1300 neue Betten für Patienten bereitgestellt werden.

Von Justin Ford

Am Uniklinikum Frankfurt zog man am Freitag Zwischenbilanz: Der Rohbau der Erweiterung von Haus 23 im Bauteil E ist fertiggestellt. Bei einem Richtfest feierte man die „Vollendung eines wichtigen Bauabschnitts“, sagte Helmut Steinmetz, Direktor des Zentrums für Neurologie und Neurochirurgie.

In dem neuen Komplex werden dem Klinikum hauptsächlich weitere Räume für die Bereiche Neurochirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Plastische Gesichtschirurgie und Augenheilkunde hinzugefügt. Dies sei eine Ergänzung von großer Wichtigkeit, da „ein Drittel der Patienten der Uniklinik Behandlung in diesen Fachbereichen suchen“, so Steinmetz.

Zu Wort kam bei dem Richtfest auch Bernadette Weyland, Staatssekretärin des hessischen Finanzministeriums. Der Bau, der das momentan größte Hochbauprojekt des Landes Hessen ist, sei nicht nur wichtig für die medizinische Versorgung, sondern auch ein „Aushängeschild für die Stadt“. Dabei sprach sie auch die Konstruktionskosten an: Über 500 Millionen Euro seien in den Campus in Niederrad investiert worden. Die Arbeiten fänden bisher komplett im Kostenrahmen statt.

Mehr Bauarbeiter im Einsatz

Zusätzlich dankte sie der Baumannschaft und allen, die bisher an dem Großprojekt beteiligt waren. „Heute ist der Tag der Arbeiter, Architekten und Ingenieure und ich danke allen, die zugepackt und angepackt haben.“ Der Vizepräsident der Goethe-Universität, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, sprach über die Ausstattung des zukünftigen Anbaus sowie die Tragweite für das Universitätsklinikum und nannte einige Zahlen. „Wir besitzen bereits über 30 Kliniken auf dem Campus und mit dem Anbau werden wir weitere 1300 Betten für unsere Patienten bereitstellen“, erklärte er. Die medizinische Fakultät der Goethe-Universität zähle weltweit zu den 50 besten.

„Bisher war das alles noch Kindergeburtstag“, sagte Thomas Platte, Direktor des hessischen Baumanagements. Auch er betonte, dass noch viel Arbeit vor ihnen liege. „Rund 70 Firmen werden an der weiteren Einrichtung des Bauteils beteiligt sein“, erläuterte er. Statt mit 110 Bauarbeitern wolle man nun mit doppelt so viel Arbeitskraft weiterarbeiten: 220 Mann sollen künftig beteiligt sein.

Am Ende des Fests wurde der Rohbau vorübergehend mit einem Richtkranz mit weiß-blauen Bändern verziert – den Farben der Goethe-Universität.

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