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Uwe Becker ist demnächst in Wiesbaden gefordert.
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Uwe Becker ist demnächst in Wiesbaden gefordert.

RÖMERBRIEFE

Römerbriefe: Uns Uwe

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Der frühere Kämmerer wechselt in die Landesregierung. Wir haben hohe Erwartungen an ihn. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Leppert: Ich werde ihn ein bisschen vermissen.

Busch: Ich auch.

Leppert: Obwohl er uns damals nicht zu seinem 50. Geburtstag eingeladen hat.

Busch: Er hat uns doch eingeladen. Aber die Post ist in dem Chaos auf deinem Schreibtisch verloren gegangen.

Sie werden es gelesen haben, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik: Uwe Becker, der im September abgewählte Kämmerer, hat einen neuen Job. Der CDU-Politiker geht nach Wiesbaden und wird Staatssekretär im Europaministerium. Dazu gratulieren wir herzlich.

Wobei er uns in Frankfurt schon fehlt – aus journalistischer Sicht sowieso. Niemand konnte so gut Alarm machen und vor dem Bankrott der Stadt warnen, um dann kurz vor Weihnachten zu erklären, dass doch alles gut wird, weil sich die Gewerbesteuer ganz toll entwickelt hat. Außerdem gibt es zwei Sorten von Politiker:innen. Die einen lassen uns im Vorzimmer anrufen und höflich fragen, ob der Stellvertreter des Pressesprechers vielleicht mal Zeit habe – was er am übernächsten Tag dann meistens auch hat. Den anderen schicken wir eine SMS: „Können wir kurz reden wg. XYZ? Und das klappt dann auch immer. Uwe Becker gehört klar zur zweiten Sorte.

Wir wünschen ihm jedenfalls viel Erfolg in Wiesbaden. Allerdings gehen wir davon aus, dass er dort einiges für sein Frankfurt erreicht. Und da meinen wir nicht so etwas Profanes wie Änderungen am kommunalen Finanzausgleich. Hier unsere Erwartungen:

Becker wird im Gesundheitsministerium vorstellig. Dort setzt er durch, dass Eintracht Frankfurt von allen Corona-Maßnahmen ausgenommen ist, also immer vor (vollständig geimpften oder genesenen) Fans spielen darf. Zumindest im Europacup.

Becker setzt durch, dass die Campus-Meile gebaut wird, an der Goethe-Universität, Frankfurt School und Fachhochschule liegen. Dafür wird – aus Landesmitteln natürlich – der Alleenring umgestaltet. Mit einem sehr breiten Grünstreifen mit Fitnessspielplatz und Hundeauslaufwiese, falls Annette Rinn und Stephanie Wüst noch mal studieren wollen.

Becker schafft Fakten und kassiert die 400 Luftfiltergeräte ein, die die hessischen Landesbehörden angeschafft haben. Anschließend montiert er sie gemeinsam mit den Frankfurter CDU-Nachwuchsstars Yannick Schwander, Martin-Benedikt Schäfer und Sara Steinhardt in den Klassenzimmern von Grundschulen.

Unsere letzte Herausforderung hat es wirklich in sich. Becker muss einen Platz für die Europäische Schule finden, was in Frankfurt bislang niemandem gelungen ist. Der Haken: Die Schule will nicht nach Wiesbaden, sondern unbedingt nach Frankfurt. Aber beim Spaziergang mit Finanzminister Michael Boddenberg (CDU), bei dem Becker eigentlich über die Übergabe der Amtsgeschäfte nach der nächsten Landtagswahl reden wollte, entdeckt er dieses Grundstück. Riesengroß, direkter S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt, mit Parkplatz für die SUV-Fahrzeuge der Kindermädchen …

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