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Römerbriefe: Texte für die Weltpresse

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Von: Sandra Busch, Georg Leppert

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Wir bieten auch Themen für die internationale Presse an.
Wir bieten auch Themen für die internationale Presse an. © FRFOTO

In Spanien werden unsere Artikel nachgedruckt. Möchte noch jemand einen Bericht von uns? Die FR-Kolumne aus dem Frankfurter Römer.

Busch: Wie geht es, Jorge?

Leppert: Ganz gut, Señora Arbusto.

Busch: Haben wir etwas für unsere spanischen Auftraggeber im Angebot?

Leppert: Schwierig. Etwas über das Frankfurter Klimaschutzpaket? Die Sommer dort sind noch mal heißer als hier. Oder doch wieder Feldmann? Interview über seine Tage beim Europapokal-Endspiel der Eintracht in Sevilla?

Endlich haben wir es geschafft, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Wir berichten aus Frankfurt für die Weltpresse. Zumindest weiß man in Spanien Lokaljournalismus zu schätzen. Jedenfalls stießen wir kürzlich in einem Online-Magazin auf einen Artikel von uns. Überschrift: „El alcade de Frankfurt, Peter Feldmann, vuelve a aparecer en público“. Heißt so viel wie: „Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann tritt wieder in der Öffentlichkeit auf.“

Die Schlagzeile kam uns bekannt vor, und schließlich stellten wir fest: Das Onlinemedium hatte einen Text von uns über Feldmanns Auftritt bei der Pressekonferenz zum Programm für die städtische Feier zum Paulskirchen-Jubiläum übersetzt, der vor wenigen Tagen in der FR stand. Und nicht nur der Text kam in die Übersetzungsmaschine. Auch unsere Namen klingen etwas anders. Sandra Arbusto – was übersetzt Busch heißt – und Jorge statt Georg. Nur der Kollege Florian Leclerc, der den größten Teil des Textes verfasst hatte, kam mit unverändertem Namen davon, wurde dafür aber konsequent klein geschrieben.

Jetzt sind wir mit unserem Job bei der FR zwar voll und ganz ausgelastet. Aber wenn die Geschehnisse in Frankfurt so eine Bedeutung haben, dann haben wir als Journalist:innen vor Ort natürlich eine Verantwortung. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, was für Themen wir europaweit anbieten können. Hier unsere Auswahl…

Für die französischen Medien: Frankfurt hat den Freiwilligen Polizeidienst abgeschafft, Dutzende engagierte Hobby-Ordnungshüter:innen haben jetzt Zeit. Könnten sie im Stadion von Olympique Marseille eingesetzt werden?

Für die britische Presse: Viele Menschen in London bereuen den Brexit. Wäre die Ansiedlung der Europäischen Schule nicht ein Trost – auch wenn der Schulweg für viele Kinder etwas weiter wäre? Die Linke im Römer begrüßt diese Pläne.

Für die Kolleginnen und Kollegen in Irland: Digitaldezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) spottet auf Twitter über die CDU. Welche anderen Frauen mit irischen Wurzeln sind in Frankfurt so mutig?

Für alle europäischen Medien, ach was, für alle Medien in der Welt: In Kürze eröffnen wir in Frankfurt großartige neue Bühnenhäuser. Oper und Schauspiel in Neubauten, Leuchttürme, die weit über Frankfurt hinaus strahlen. Auch wenn Kürze in Wahrheit Jahrzehnte bedeuten wird: Besser schon einmal ankündigen in der Welt, damit bereits Premierenkarten in Australien verkauft werden können. Dann lassen sich die Häuser vielleicht auch bezahlen.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

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