1. Startseite
  2. Frankfurt

Römerbriefe: Sprüche gegen Feldmann

Erstellt:

Von: Sandra Busch, Georg Leppert

Kommentare

Die Grünen werben mit Bierdeckeln für die Abwahl – und suchen neue Sprüche.
Die Grünen werben mit Bierdeckeln für die Abwahl – und suchen neue Sprüche. © privat

Die Grünen brauchen unsere Hilfe. Da können wir unmöglich ablehnen. Die FR-Kolumne aus der Frankfurter Rathaus.

Leppert: Muss sich unser Spruch reimen?

Busch: Wäre bestimmt nicht schlecht.

Leppert: Eins, zwei, drei – Peter, es ist vorbei.

Busch: Okay, wir reimen nicht.

Auch diesmal kommen wir nicht am Thema Bürgerentscheid vorbei, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Obwohl am Montag Presseparty des Magistrats war. Und eigentlich handeln danach die Römerbriefe immer von dieser Party. Wer hat gerade noch ein Steak bekommen (wir), wer war traurig, als es kein Bier mehr gab (auch wir)? Hätte man ja bei Binding ein paar Kästen mehr … Aber wir schweifen ab. In Wahrheit können wir gar nichts über die Party schreiben, weil wir viel zu spät kamen. Wir haben nämlich vorher eine FR-Veranstaltung moderiert. Zu welchem Thema? Natürlich zum Bürgerentscheid.

Mittlerweile hängen ja auch Plakate. Aber ganz ehrlich: Wir haben schon knackigere Wahlkampagnen gesehen. Zum Beispiel damals die Plakate von diesem OB-Kandidaten mit der großen Kochmütze. Wie hieß der gleich? Egal, er wurde ja nicht Oberbürgermeister. Jedenfalls sagen die Plakate jetzt eigentlich nur aus, dass fünf Parteien etwas gemeinsam machen. Jo, Glückwunsch.

Den Grünen wurde offenbar schon klar, dass die Botschaft etwas dünn ist. Sie haben sich daher eigene Sprüche überlegt und sie auf Bierdeckel gedruckt. Etwa: „Ohne Dich macht er sich nicht vom Feld, Mann!“ Ganz lustig – und für eine Wahlkampagne der Grünen auch überraschend. Eigentlich legt gerade diese Partei Wert auf die Feststellung, dass auch Frauen wählen dürfen.

Das Schönste aber ist: Die Bevölkerung soll den Grünen helfen und eigene Vorschläge für Sprüche gegen Feldmann einschicken. Es gibt auch etwas zu gewinnen. Und diesen Preis (wow, ein ganzes Set Bierdeckel) holen wir uns jetzt. Hier unsere völlig absurden Vorschläge:

„Und Veganer ist er auch nicht!“ Spricht die Klientel an, die Fleischfresser:innen für schlechte Menschen hält.

„Sexismus hat Konsequenzen – fragen Sie unseren Ex-Vorsitzenden!“ Offener Umgang mit der eigenen Parteigeschichte und einer eskalierten Wahlparty kommt immer gut an.

„Omid hätte den Pokal zumindest noch geküsst!“ Bundesvorsitzender Omid Nouripour, Chef des Eintracht-Fanclubs Bundestag, würde nicht widersprechen.

„Rache für Sarah!“ Erinnerung an die grüne Bildungsdezernentin Sarah Sorge, die auf Weisung von Oberbürgermeister Peter Feldmann zwar weiter Kindertagesstätten bauen durfte, aber nur langsam, fürs schnelle Bauen war Jan Schneider (CDU) zuständig.

So, und jetzt rechnen wir täglich mit dem Bierdeckelset. Sonst entwerfen wir in der nächsten Woche Sprüche fürs Team Feldmann.

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das

aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

Auch interessant

Kommentare